Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Verband: Chemieparks brauchen schnelle Hilfe bei Energiekosten

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27.07.2022

Mainz (dpa) *14:52 Uhr – Biontech und Pfizer testen neuen Corona-Impfstoffkandidaten

Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben eine Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit eines neuen Impfstoffkandidaten gestartet. Das mögliche Vakzin basiert auf derselben mRNA-Technologie wie der bisherige Impfstoff und wird nun in einer klinischen Phase-2-Studie an rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den USA untersucht, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Für diesen «Impfstoffkandidaten der nächsten Generation» sei das Spike-Protein mit dem Ziel angepasst worden, den Umfang der Immunantwort zu erhöhen, um den Schutz vor Covid-19 zu vergrößern.

«Dies ist der erste einer Reihe von Impfstoffkandidaten mit einem angepassten Design», erklärten die Unternehmen. Die beiden Partner sprachen von einer langfristigen und wissenschaftsbasierten Impfstoffstrategie, um so «potenziell robustere, länger anhaltende und breitere Immunantworten» gegen Corona-Infektionen hervorzurufen.

Ludwigshafen (dpa) *09:24 Uhr – BASF hofft bei Gasnotfallstufe auf Weiterbetrieb in Ludwigshafen

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF rechnet auch bei der Ausrufung der Gasnotfallstufe in Deutschland mit einem Weiterbetrieb des Stammwerks in Ludwigshafen. Man gehe davon aus, dass BASF ausreichend Gas erhalten würde, um den Betrieb mit verringerter Last aufrechtzuerhalten, sagte Konzernchef Martin Brudermüller am Mittwoch. Ende April hatte er gesagt, dass der Betrieb in Ludwigshafen notfalls heruntergefahren werden muss.

Zuversichtlich sei BASF auch mit Blick auf Schwarzheide, den zweitgrößten Standort in Deutschland. Hier könnte das Unternehmen zum Beispiel 100 Prozent des Strom- und Dampfbedarfs mit Heizöl erzeugen. Für die Produktionsstandorte außerhalb Europas werde es im Falle einer europäischen Gasverknappung kaum Auswirkungen geben.

Ludwigshafen (dpa) *07:53 Uhr – BASF hebt Jahresziele an

Die Geschäfte des weltgrößten Chemiekonzerns BASF liefen auch im zweiten Quartal rund. Die Ziele für 2022 hob das im Dax notierte Unternehmen an. Für 2022 rechnet der Konzern nun mit einem Zuwachs beim Umsatz auf 86 bis 89 Milliarden Euro, wie BASF am Mittwoch in Ludwigshafen mitteilte. Zuvor war der Konzern von einem Rückgang auf 74 bis 77 Milliarden ausgegangen, nach 78,6 Milliarden Euro 2021.

Beim operativen Ergebnis hob BASF das untere Ende der Prognosespanne an und peilt nun für 2022 mindestens 6,8 Milliarden Euro an anstatt der zuvor 6,6 Milliarden. Das obere Ende des Gewinnziels bestätigte das Unternehmen mit 7,2 Milliarden Euro. 2021 hatte BASF einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 7,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

Dabei geht BASF für das zweite Halbjahr von einer allmählichen Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit aus. Diese werde jedoch deutlich stärker für Europa ausgeprägt sein, hieß es. Bei seiner Prognose unterstellt das Unternehmen, dass es weder zu starken Einschränkungen durch erneute Lockdowns in China noch zu Produktionsabstellungen aufgrund einer Gasmangellage in Europa kommt.

Das Unternehmen hatte bereits Mitte Juli Eckdaten für das zweite Quartal vorgelegt. Der Umsatz des Dax-Konzerns legte im Jahresvergleich wie bereits bekannt um 16 Prozent auf 23 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis - der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten - sank um knapp ein Prozent auf 2,34 Milliarden Euro.

Gestiegene Preise für Rohstoffe und Energie hätten weitgehend über höhere Verkaufspreise weitergegeben werden können, hieß es. Unter dem Strich verdiente BASF mit 2,1 Milliarden Euro gut ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor, vor allem dank eines höheren Beteiligungsergebnisses bei der Gas- und Ölfördertochter Wintershall Dea.

Leverkusen (dpa) *03:30 Uhr –Schweigeminute zum Jahrestag der Explosion im Chemiepark

Mit einer Schweigeminute soll am Mittwoch der sieben Opfer gedacht werden, die vor einem Jahr bei einer Explosion in einem Chemiepark in Leverkusen ums Leben kamen. Genau um 9.37 Uhr werde man an den drei Standorten des Betreibers Currenta in Leverkusen, Krefeld und Dormagen innehalten, kündigte das Unternehmen an. Um dieses Uhrzeit war am 27. Juli 2021 in einer Sondermüllanlage ein Lagertank explodiert, danach breitete sich ein verheerender Brand aus, weitere Tanks wurden zerstört. Sieben Männer starben, 31 Menschen wurden teils schwer verletzt.

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Für die Betroffenen und Hinterbliebenen plant Currenta eine nicht-öffentliche Gedenkveranstaltung, die aber erst im August stattfinden wird. An zwei Stellen will das Unternehmen Gedenkstätten errichten – eine am Firmensitz und eine nah am Ort der Katastrophe.

Dort soll eine Skulptur aus sieben Kuben entstehen, sinnbildlich für die Verstorbenen. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vier Currenta-Beschäftigte unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Sie stehen im Verdacht, ihre Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit Lagerung und Abfallbehandlung verletzt und das Unglück damit ausgelöst zu haben.

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