Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Verband: Chemieparks brauchen schnelle Hilfe bei Energiekosten

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21.07.2022

Leuna (dpa/sa) *15:46 Uhr – Chemiestandort Leuna weiter in Sorge um hohe Gaspreise

Am Chemiestandort Leuna ist die Sorge um das Gas trotz der Wiederaufnahme der Lieferungen nach Deutschland durch die Pipeline Nord Stream 1 weiter groß. Dabei gehe es vor allem um die Gaspreise, sagte ein Sprecher der Infrastrukturgesellschaft Infraleuna am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Den Angaben zufolge wurde der Standort seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine weiter mit Gas beliefert. «Das lag und liegt physisch an», sagte der Sprecher. Die Gaspreise hätten sich aber von ehemals im Schnitt 15 bis 25 Euro je Megawattstunde auf bis zu 180 Euro je Megawattstunde in Spitzenzeiten erhöht, damit in etwa verzehnfacht.

Für Leuna sei beim Gas aktuell vor allem die Bezahlbarkeit das große Problem, betonte der Sprecher mit Blick auf gestiegenen Kosten für die ansässigen Chemiefirmen und Dienstleister. Zwar seien die Preise angesichts der Gaslieferungen nach dem Ende der Wartungsarbeiten der Gaspipeline Nord Stream 1 am Donnerstag etwas zurückgegangen, sagte er. Sie seien aber weiter auf einen sehr, sehr hohen Niveau.

Barleben (dpa) *13:29 Uhr – Außenministerin will sichere Lieferketten bei Medikamenten

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat am Donnerstag bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt den Wert einer sicheren Gesundheitsversorgung betont. Lieferketten müssten so aufgestellt werden, «dass wir nicht von einem Land, von einer Region komplett abhängig sind, sondern uns diversifizieren», sagte Baerbock nach dem Besuch bei einem Pharmaunternehmen in Barleben (Landkreis Börde).

Während der Corona-Pandemie habe man «auf schmerzhafte Art und Weise gesehen», wie der Ausfall gesundheitlicher Lieferketten die Gesundheit von Menschen gefährden könne. Eine sichere Versorgung mit Medikamenten sei wichtig, sagte die Grünen-Politikerin. Dafür brauche es eine stärkere Vernetzung im Gesundheitsbereich in Europa.

Die Außenministerin will auf ihrer mehrtägigen Deutschlandreise Informationen und Anregungen für eine Sicherheitsstrategie sammeln. Es ist das erste Mal, dass eine Bundesregierung eine umfassende nationale Sicherheitsstrategie erstellt.

Litvinov (dpa) *10:36 Uhr – Vier Verletzte nach Explosion in Raffinerie in Tschechien

In einer Raffinerie im tschechischen Litvinov, rund 50 Kilometer südlich von Dresden, ist es zu einer Explosion und einem anschließenden Brand gekommen. Der Betriebsunfall ereignete sich in der Nacht zu Donnerstag bei der Erdölverarbeitung mittels Hydrocracken, wie das Unternehmen Orlen Unipetrol mitteilte. Der Brand sei inzwischen fast vollständig gelöscht worden.

Vier Arbeiter wurden nach Angaben der Rettungskräfte verletzt, einer davon sehr schwer. Sie wurden mit einem Hubschrauber und Krankenwagen in eine Spezialklinik in Prag gebracht. Zur Ursache des Unglücks sollten Ermittlungen aufgenommen werden. Eine überschüssige Menge an Kohlenwasserstoffen wurde auf dem Betriebsgelände mit Sicherheitsbrennern geregelt abgefackelt.

Die übrigen Teile der Raffinerie blieben in Betrieb. Die Feuerwehr führte Schadstoffmessungen durch, die aber keine gefährlich erhöhten Werte ergaben. Die Sicherheit der Anwohner sei nicht beeinträchtigt, betonte auch ein Sprecher von Orlen Unipetrol. Die Firma in polnischem Besitz ist das größte petrochemische Unternehmen in Tschechien. Die nordböhmische Industriestadt Litvinov hat knapp 24.000 Einwohner.

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