Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie VAA-Einkommensumfrage: Gehälter steigen, Boni in Großunternehmen rückläufig

Von Wolfgang Ernhofer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

15.06.2022

Köln (ots) *11:51 Uhr – VAA-Einkommensumfrage: Boni von Führungskräften in Großunternehmen rückläufig

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Gesamteinkommen bei den außertariflichen und leitenden Angestellten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie 2021 um 1,4 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle VAA-Einkommensumfrage. Insgesamt betrug das Median-Gesamteinkommen im Bereich des Akademiker-Manteltarifvertrages rund 130.581 Euro. Deutlich rückläufig waren dabei erneut die variablen Bezüge, die im Durchschnitt um 8,6 Prozent zurückgingen. Im Vorjahr waren die Boni bereits um rund 17 Prozent gesunken. Die Fixeinkommen stiegen 2021 hingegen um 2,1 Prozent.

Bei der Betrachtung der Einkommensentwicklung nach unterschiedlichen Unternehmensgrößen zeigen sich gegenläufige Entwicklungen. Während in großen Unternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten das Gesamteinkommen insgesamt um 0,6 Prozent sank, stiegen die Gesamtbezüge in kleinen Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigten mit 4,8 Prozent deutlich an. In mittleren Unternehmen mit mehr als 1000 und weniger als 10.000 Beschäftigten lag der Einkommenszuwachs bei 3,0 Prozent.

Wie im Vorjahr liegt die Ursache der unterschiedlichen Gesamteinkommensentwicklung in den variablen Bezügen. Denn während in den kleinen und mittleren Unternehmen die Boni um 7,3 beziehungsweise zwei Prozent zulegten, sanken sie in den Großunternehmen um 13,8 Prozent. Die Fixeinkommen lagen in Unternehmen aller Größen höher als im Vorjahr, stiegen in den kleinen und mittleren Unternehmen aber deutlicher als in den Großunternehmen.

Berlin (ots) *09:12 Uhr – Schwere Wirtschaftslage: Mittelstand sieht Mineralölkonzerne weiter in der Pflicht

„Angesichts drastischer Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe haben auch wir uns als Wirtschaftsverband massiv für eine Reduzierung der Mineralölsteuer im Rahmen des letzten Entlastungspaketes der Regierung eingesetzt“, erklärte jetzt Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. Denn viele mittelständische Unternehmen wie Logistiker oder Handwerker, die täglich auf ihre Fahrzeuge angewiesen seien, sähen sich genauso wie die Hunderttausenden von Berufspendlern den Preisen an der Zapfsäule hilflos ausgeliefert.

Auch in Zukunft werde es darum gehen, eine schlagkräftige juristische Handhabe gegen den Missbrauch von Marktmacht zu haben, so der BVMW-Chef. „Gerade kleine und mittelständische Unternehmen wären die ersten Opfer von Wettbewerbsverzerrungen zu Gunsten großer Konzerne. Wir fordern daher den Gesetzgeber auf, Wettbewerb auf Augenhöhe zu ermöglichen und das Kartellrecht entsprechend zu überarbeiten.“

Jerger betont: "Die Mineralölkonzerne müssen sich jedoch ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung bewusst sein. Es gilt, die wirtschaftliche Erholung des Landes durch eine moderate Preissetzung zu begleiten."

(ID:48398731)