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Bayernwerk Kulturpreis Ultraschnellen chemischen Reaktionen auf der Spur

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Im Rahmen seiner Doktorarbeit hat der Würzburger Physiker Stefan Rützel eine Methode entwickelt, um ultraschnelle chemische Reaktionen zu untersuchen und zu optimieren. Hierfür ist er nun mit einem Bayernwerk Kulturpreis ausgezeichnet worden.

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Preisträger Stefan Rützel (rechts) mit Professor Tobias Haupt aus München, der die Bayernwerk Kulturpreise für Wissenschaft überreichte.
Preisträger Stefan Rützel (rechts) mit Professor Tobias Haupt aus München, der die Bayernwerk Kulturpreise für Wissenschaft überreichte.
(Bild: Bayernwerk/Uni Würzburg)

Würzburg – Wie lassen sich ultraschnelle, durch Licht ausgelöste chemische Reaktionen besser untersuchen? Eine Antwort darauf hat Dr. Stefan Rützel von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt. Den zeitlichen Verlauf ultraschneller, durch Licht ausgelöster chemischer Reaktionen kann man mit extrem kurzen Laserpulsen verfolgen. Dabei dauert ein Puls nur wenige Femtosekunden.

Derartig kurze Lichtpulse können in Laserlabors routinemäßig erzeugt werden. Will man mit ihnen aber den Verlauf schneller chemischer Prozesse untersuchen, kann das schwierig bis unmöglich sein. Das liegt daran, dass sich die optischen Signale der Ausgangsstoffe mit denen der Zwischen- und Endprodukte überlagern.

Überlagernde optische Signale getrennt

Hier kommt nun Rützels Entwicklung ins Spiel, die sogenannte kohärente multidimensionale Spektroskopie. Mit dieser Technik lassen sich die chemischen Ausgangsstoffe und ihre Reaktionsendprodukte eindeutig visualisieren. „Sie kann zukünftig hilfreich sein, um neuartige photoaktive chemische Verbindungen zu analysieren und zu optimieren“, sagt Rützel. Mögliche Anwendungsgebiete seien die Entwicklung verbesserter organischer Solarzellen oder die vertiefte Erforschung der Photosynthese.

Für diese Entwicklung ist Rützel mit dem Bayernwerk Kulturpreis geehrt worden. Jedes Jahr zeichnet Bayernwerk Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur sowie herausragende Absolventen und Doktoranden der bayerischen Hochschulen mit einem Kulturpreis aus. Für 2015 fand die Feier am 18. November in der Eskara-Kulturarena in Essenbach bei Landshut statt.

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