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Schüttguttechnik

Steigende Nachfrage für staubfreie Übergabesysteme

31.03.2009 | Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Der Quick Change/Quick Clean (QC)-Dosierer bewährt sich in Anwendungen, wo ein einzelnes Dosiergerät eine große Anzahl unterschiedlicher Produkte dosieren soll. Bild: K-Tron
Der Quick Change/Quick Clean (QC)-Dosierer bewährt sich in Anwendungen, wo ein einzelnes Dosiergerät eine große Anzahl unterschiedlicher Produkte dosieren soll. Bild: K-Tron

Staubfreie Übergabesysteme sind bei hochaktiven Wirkstoffen eine Selbstverständlichkeit. Dass sie jedoch auch bei der Herstellung von Windeln und Bier zum Einsatz kommen, ist auf den ersten Blick überraschend. Auf der ACHEMA werden daher eine ganze Reihe verschiedener Systeme für das Schüttguthandling zu sehen sein.

Geschlossenes Arbeiten wurde in den 90er Jahren in der Pharmaindustrie aufgrund der steigenden GMP-Anforderungen zum Thema, dabei stand in erster Linie die Vermeidung von Kreuzkontaminationen im Fokus. „Seit einigen Jahren rückt jedoch der Mitarbeiterschutz immer stärker in den Vordergrund, das Arbeiten mit persönlicher Schutzausrüstung ist heute nur noch in Ausnahmefällen zulässig“, erklärt Uwe Petersen, Geschäftsführer von Matcon. „Da ein wirksamer Schutz des Bedienungspersonals vor hochaktiven Sub-stanzen viel schwieriger zu gewährleisten ist als die Einhaltung der GMP-Richtlinien, mussten die Anlagenhersteller ihre Systeme noch einmal um mehrere Zehnerpotenzen „geschlossener“ ausführen.“ Forderungen nach Staubkonzentrationen von unter 1 Mikrogramm/m³ sind keine Seltenheit mehr. Eine ähnliche Entwicklung ist, mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung, in der Lebensmittelindustrie und in der Chemie zu beobachten. „Wir sehen einen deutlichen Trend hin zum staubarmen oder gekapselten Schüttguthandling“, berichtet auch Bodo Reisert, Business Development Manager Pneumatic Conveying bei K-Tron. Die Anwendungen, in denen staubarme Übergabesysteme zum Einsatz kommen, sind ganz unterschiedlich. Dies beginnt bei der Handhabung von staubexplosiven Schüttgütern. „Hier geht es um die Vermeidung von Atex-Zonen im Umfeld durch Minimierung von Material und Staubaustritt. Sauberkeit spart hier sprichwörtlich Geld“, zählt Reisert auf. Bedingt durch Atex sieht man beispielsweise immer seltener einfache Entlüftungssäcke montiert auf den K-Tron Differentialdosierwaagen, so die Erfahrung von Reisert. Diese werden durch Jetfilter, versehen mit Filterkartuschen teilweise sogar in Hepa-Qualität ersetzt.

Weitere Gründe nennt Günther Hecht, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens: „Die Kenntnis über Produkteigenschaften und deren Wirkung auf Mensch und Umgebung wird immer tiefgehender, folglich werden auch die Anforderungen für Personal- und Produktschutz höher. Auch wird die Aktivität der pharmazeutischen Wirkstoffe größer und damit ist mehr Schutzbedarf gegeben.“ Geschlossene Systeme, bei denen auch während

 

Produktrevue zur ACHEMA

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