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Schüttguttechnik

Steigende Nachfrage für staubfreie Übergabesysteme

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des Gebindewechsels niemals produktberührte Anlagenteile mit der Umgebungsluft in Kontakt kommen, sind für viele Produkte extrem wichtig. Der Fokus liegt daher in der Pharma- und Feinchemie auf dem Produkt- und Personenschutz, in der Chemie auf dem Personenschutz, z.B. bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln und in der Nahrungsmittelindustrie auf der Vermeidung von Kreuzkontamination bei allergieauslösenden Produkten.

Die Produktpalette, die es zu schützen gilt oder vor denen der Bediener geschützt werden soll, ist breit. Und nicht immer vermutet man eine Gefährdung. So ist etwa der NaturstoffKieselgur im Bereich der Bierfiltration lungengängig und dadurch für den Bediener gefährlich. Für Walter Sonntag, Marketingleiter bei Azo zeigen aber nicht nur solche, sondern auch vermeintlich unproblemematische Stoffe eine besondere Schutzwürdigkeit: „Absorber, wie er bei der Windelherstellung eingesetzt wird, ist von Natur aus sehr hygroskopisch und sollte deshalb im geschlossenen System gehandelt werden, damit er keine Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnehmen kann.“

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Höherer Standard bei der technischen Umsetzung

Verstärkt wurden die Anforderungen durch die EU Feinstaubrichtlinie. „Dies hat bei vielen unserer Kunden in der Chemie dazu geführt, ihr Feststoffhandling neu zu betrachten. Wo bisher Schüttgüter direkt aus Säcken und Big Bags in Reaktoren und Mischern eingefüllt werden, überlegt man heute, das offene Handling räumlich zu separieren, d.h. Staubemissionen werden nur noch in speziellen, lüftungstechnisch entsprechend ausgerüsteten Bereichen zugelassen“, beschreibt Matcon-Chef Petersen eine neue Entwicklung. Der Transfer zu den Prozessanlagen erfolgt dann mithilfe von pneumatischer Förderung oder Containersystemen, wobei letztere wegen ihrer höheren Flexibilität mehr und mehr Marktanteile gewinnen. Grundsätzlich sind Foliensysteme und Isolatorsysteme weit verbreitet. „Allerdings werden die einfachen Systeme wie beispielsweise Abdichtung mit Anpressteller und integrierter Blähmanschettenabdichtung weiter intensiv verbessert und auf einen höheren Standard gebracht“, weiß Christian Kretzu, Vertrieb Außendienst von Engelsmann zu berichten. Dabei gibt er jedoch zu bedenken, dass dadurch der Staubaustritt zwar verringert, jedoch nicht komplett ausgeschlossen werden kann. „Für die Befüllung oder Entleerung von Pharmawirkstoffen aus oder in Big Bags haben wir daher eine Lösung mit Folienschweißgerät entwickelt. Dies erlaubt uns den Einsatz dieser Anlagen in der OEB Klasse 4“, so Kretzu.

Nicht nur die Übergabe gestaltet sich schwierig, auch die Probenahme kann zum Problem werden. Die Ausrüsterfirma Hecht stellt daher eine Schutzfolie zur Probenentnahme vor, die aus zwei Handschuhen zum Öffnen und Schließen des Produktliners, einem Probenahmenstutzen sowie einem Entlüftungsstutzen mit Beatmungsfilter besteht. Die Schutzfolie wird

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