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Engineering

So wachsen beim Engineering ein Planungstool für MSR-Technik und ein Prozessleitsystem zusammen

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Per Knopfdruck nach dem Engineering die Leitstellensoftware zu erstellen – den Traum aller Prozessleittechniker und Verfahrensingenieure haben sich die Engineering-Spezialisten des Zementherstellers Holcim erfüllt. Das Pilotprojekt ist abgeschlossen. Jetzt arbeitet die Abteilung an der Migration über das gesamte Werk. PROCESS war vor Ort und hat sich die Lösung angeschaut.

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Das Werk Lägerdorf in der Nähe von Hamburg ist die Keimzelle, von der die Integrationslösung migriert wird. (Bild: Holcim; sxc.hu Sachin Ghodke Mumbai; [Frank])
Das Werk Lägerdorf in der Nähe von Hamburg ist die Keimzelle, von der die Integrationslösung migriert wird. (Bild: Holcim; sxc.hu Sachin Ghodke Mumbai; [Frank])

Automatisierung ist ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Die einen wenden sich genervt ab ob der abstrakten Materie, die anderen hingegen entwerfen begeisterte Visionen von transparenter Produktion und grenzenlosem Datenfluss und -zugriff auf das weltweite Produktionsnetzwerk. Karsten Becker, Leiter Corporate Engineering und Anlagenplanung im Werk Lägerdorf der Holcim (Deutschland) AG, gehört eindeutig zur Fraktion der Begeisterten und schafft es auch, das zu vermitteln.

Zusammen mit seinem Kollegen Martin Wieczorek, der in Lägerdorf die Fachgruppe Elektroplanung leitet, arbeitet er an einem ambitionierten Pro-jekt, das Anfang des Jahres seinen vorläufi-gen Höhepunkt gefunden hat. Im Kern geht es darum, die Grenzen zwischen Prozessleittechnik und Elektrotechnik aufzulösen und Daten in beide Richtungen ungehindert fließen zu lassen.

Die Integrationslösung zwischen dem Engineering-Tool Engineering Base und dem Siemens-Prozessleitsystem PCS7 ermöglicht es, die komplette Hardwareplanung über eine Exportfunktion an PCS7 zu übergeben und per Knopfdruck die Leitstellensoftware zu generieren. Insgesamt jedoch denken Becker und Wieczorek bereits mehrere Schritte weiter, nämlich an eine Vernetzung des Planungstools mit einem Geoinformationssystem und einem Dokumentenmanagementsystem, wodurch Wissen im gesamten Werk durchgängig zugänglich wird.

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