Funktionale Sicherheit Sensoren und Aktoren in voller Harmonie

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die herstellerunabhängige Kompatibilität von Sensoren und Aktoren in der funktionalen Sicherheit ist mit einer neuen Empfehlung des ZVEI einen Schritt weiter gekommen.

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Gasmessung in einer Chemieanlage
Gasmessung in einer Chemieanlage
(Bild: ©sergeevspb - stock.adobe.com)

Bisher konnte man nie sicher sein, ob sicherheitsrelevante Sensoren und Aktoren verschiedener Hersteller tatsächlich zusammen passten und gemeinsam, die Anforderungen an die funktionale Sicherheit erfüllen. Der ZVEI-Fachverband Automation hat nun eine Klassifizierung und Kennzeichnung vorgeschlagen, die erstmals kenntlich macht, welche Aktoren und Sensoren miteinander kompatibel sind. Dies führe zu einer erheblichen Zeitersparnis im gesamten Engineering-Prozess, was vor dem Hintergrund hochflexibler Anlagen im Industrie-4.0-Umfeld von entscheidender Bedeutung sei, hebt der Verband hervor. Aufwändige Funktionstests im Vorfeld würden dadurch überflüssig.

Teilautonom und flexibel

Mit der herstellerunabhängigen Verständigung von Produkten ändert sich die Herangehensweise an die Herstellung eines Produktes: Mussten bislang Produktionen vorgeplant werden, wandelt es sich im Industrie-4.0-Kontext hin zu flexiblen, teilautonomen Produktionseinheiten. Der Nutzen der ZVEI Empfehlung liegt dabei sowohl beim Hersteller als auch dem Anwender, für den die Auswahl von kompatiblen Komponenten und System deutlich vereinfacht wird. Der Verband will damit eine Lücke schließen. Ziel sei nun, diese Quasi-Norm in vielen Unternehmen zu etablieren und in einer internationalen Norm festzuschreiben. | ZVEI Automation

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