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Staub: TA-Luft und andere Regelwerke beachten
So oder ähnlich sieht die typische Aufgabenstellung beim Schüttgut-Handling in der Praxis aus: Ein Unternehmen der kunststofferzeugenden Industrie vermahlt PMMA-Platten. Das Mahlprodukt wird über einen Ventilator zum 80 Meter entfernten Absackgebäude gefördert. Dabei entstehen pro 1000 Kilogramm Fördergut etwa sechs Kilogramm Staub, der zu separieren ist.
Die Lösung: Das über einen Seitenkanalverdichter angesaugte staubige Granulat wird in einem Gegenstromsichter von Esta nach dem Prinzip der Gegenluftreinigung vom mitgeführten Staub getrennt. Dazu wird das Material von oben in den Gegenstromsichter eingegeben und fällt der Schwerkraft folgend nach unten. Gleichzeitig wird es von unten von Luft angeströmt, die die leichteren Partikel erfasst und mit nach oben reißt. Am Ende beträgt der Reststaubgehalt dadurch nur noch 55 Gramm pro Tonne Fördergut. Das gereinigte Mahlgut gelangt dann in die Abfüllstation, während der Staub in einem Filterzyklon aus der Luft gefiltert wird und über eine Zellenradschleuse drucklos in einen Sammelsack fällt.
Das ist natürlich nur ein Beispiel – die Umsetzung der Forderungen der TA-Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) gelingt auf mannigfache Weise: Beim Ab- oder Antransport mit Fahrzeugen helfen geschlossene Behältnisse (Silofahrzeuge, Container, Abdeckplanen). Beim kontinuierlichen Fördern sind geschlossene oder weitgehend geschlossene Einrichtungen (z. B. eingehauste Förderbänder, Becherwerke, Schnecken-, Schrauben- oder pneumatische Förderer) zu verwenden.
Insbesondere bei einer pneumatischen Förderung kann die staubhaltige Förderluft einer Entstaubungseinrichtung zugeführt oder im Kreislauf gefahren werden. Beim Befüllen geschlossener Transportbehälter mit festen Stoffen muss die Verdrängungsluft erfasst und ebenfalls einer Entstaubungseinrichtung zugeführt werden. Offene Übergabestellen sind zu befeuchten, soweit die Befeuchtung einer anschließenden Weiterbe- oder -verarbeitung, der Lagerfähigkeit oder der Produktqualität der umgeschlagenen Stoffe nicht entgegensteht. Alternativ können auch die Übergabestellen gekapselt werden; staubhaltige Luft ist auch hier einer Entstaubungseinrichtung zuzuführen.
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