ACHEMA-Trendbericht Mechanische Verfahrenstechnik

Schonend fördern, sauber abscheiden

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CIP-Nassreinigung in der Schüttguttechnologie

Während bei der Herstellung und Verarbeitung von flüssigen Medien die CIP-Reinigung (Cleaning-in-Place) Standard ist, besteht beim Schüttguthandling noch Nachholbedarf. Welche Anforderungen werden an Bauteile wie Zellenradschleusen, Weichen etc. gestellt?

Gemäß Coperion müssen die Bauteile in kompletter Edelstahlausführung gefertigt werden. In der Regel wird säurebeständiger Edelstahl 1.4404 (AISI 316L) verwendet, der die Beständigkeit gegenüber den üblichen Reinigungsmedien – normalerweise wird mit schwachprozentiger Salpetersäure und Natronlauge gereinigt – sicherstellt. Die Konstruktion muss glattflächig und mit einer durchschnittlichen Oberflächenrauhigkeit von Ra<0,8 µm ausgeführt sein. Die Komponente muss so gestaltet sein, dass keine Toträume und Spalten vorhanden sind, an denen Produktreste oder Reinigungsflüssigkeit verbleiben können. Diese würden zu mikrobiologischem Wachstum führen. Eine besondere technische Herausforderung sind die Dichtungen. Generell gilt bei der hygienegerechten Gestaltung für zwei zu verbindende Flächen: Die Dichtung muss so gestaltet und verpresst werden, dass eine frontbündige Dichtlinie und eine leichte Wölbung im Produktraum entsteht. Somit wird ein Spalt verhindert. Die DIN-Norm 11864 zeigt am Beispiel von Flanschverbindungen, wie eine aseptische Verbindung zu gestalten ist. Ideal ist es allerdings, wenn auf Verbindungen, und somit Dichtungen, generell verzichtet werden kann und dennoch alle Bereiche für das Reinigungsmedium frei zugänglich, leicht zu reinigen und zu trocken sind.

Fazit: Partikel und Granulate sind in vielen Branchen ein Schlüsselelement – und ihr Transport bzw. die Verarbeitung entscheiden mit über die Qualität des Endprodukts und letztlich den Unternehmenserfolg. Im internationalen Vergleich zählen in der mechanischen Verfahrenstechnik deutsche und europäische Unternehmen zu den Markt- und Technologieführern. Der wachsende Bedarf nach kontinuierlicher Aufbereitung und Förderung von Rohstoffen in der Nahrungsmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie bietet diesen Unternehmen ein attraktives Marktpotential.

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