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Um die steigenden Forderungen an die Dichtheit bei der Befüllung und Entleerung von Pulvern und Granulaten zu erfüllen, sind absolut zuverlässig arbeitende Andockeinrichtungen für ein staubarmes Produkte-Handling unverzichtbar. Das Unternehmen Glatt optimiert alle Andockelemente in Abhängigkeit vom benötigten Grad des Containments, beispielsweise durch den Einsatz von Silikonmanschetten, aufblasbaren Radial- und Axialdichtungen oder patentieren Containment-Klappensystemen. Zusätzliche Komponenten wie Positionierelemente, Deckendurchführungen, Staubabsaugungen, Einrichtungen zum Rieselschutz sowie diverses Reinigungszubehör komplettieren die Andockeinrichtungen und tragen zur Staubfreiheit bei.
Zusätzlich muss man berücksichtigen, dass rund 70 Prozent aller auftretenden Stäube in der entsprechenden Konzentration explosiv sind. Häufig ist deshalb die Explosionsschutzrichtlinie ATEX 100a zu beachten. Beim Befüllen von Silos und Behältern mit Schüttgut muss die Verdrängungsluft möglichst ungehindert nach außen entweichen können – mit Hilfe von Siloaufsatzfiltern können die darin enthaltenen Staubpartikel zurückgehalten werden. Speziell bei veränderlichen Volumenströmen erreichen solche Systeme sehr gute Abscheidegrade.
Von der Flug- zur Dichtstromförderung
Die enorme Vielzahl an Methoden zur Schüttgutförderung entspricht sowohl der großen Zahl von Produkten, die gefördert werden sollen, als auch den unterschiedlichen Rahmenbedingungen, in die die Förderung zu integrieren ist. Neben der Fördermenge und der zu überwindenden Entfernung spielt hier auch die bauliche Situation eine wichtige Rolle. Während für Förderungen über kurze Entfernungen und insbesondere auch für Dosieraufgaben z. B. Schnecken oder Vibrationsförderer eingesetzt werden, verwendet man für längere Entfernungen vielfach mechanische Förderer wie Bänder oder Becherwerke. Als Alternative schlägt der Anbieter Ammag die pneumatische Förderung vor, die zahlreiche Vorteile aufweise:
- Die Leitungsführung ist äußerst flexibel. Vor allem in bestehenden Anlagen lassen sich die Leitungen daher vergleichsweise einfach verlegen.
- Es handelt sich um ein geschlossenes System ohne bewegte Teile. Im Lebensmittelbereich ergeben sich hieraus Vorteile in puncto Hygiene.
- Da keine bewegten Teile vorhanden sind, ist der Wartungsaufwand minimal.
Pneumatische Fördersysteme werden in Dichtstromförderung und Flugförderung unterteilt. Im Vergleich zur Flugförderung, die seit einigen Jahrzehnten etabliert ist, stellt die Dichtstromförderung eine eher neue Technik dar: Die Dichtstromförderung arbeitet mit Beladungen, die fünf- bis zehnmal so hoch sind wie bei der Flugförderung. (laut Gericke AG: Flugförderung bis zu 10 kg/kg Förderluft, Dichtstromförderung bis zu 80 kg/kg). Die Förderleitung ist dicht gefüllt, das Produkt bewegt sich in Pfropfen, die den gesamten Rohrquerschnitt ausfüllen.
Aus der 5- bis 10-mal geringeren Luftmenge ergibt sich eine entsprechend geringere Fördergeschwindigkeit. Während bei der Flugförderung Geschwindigkeiten von etwa 20 m/s üblich sind, arbeitet die Dichtstromförderung meist bei 2 bis 3 m/s; es sind sogar noch geringere Geschwindigkeiten möglich. Daraus ergibt sich unmittelbar, dass die Dichtstromförderung sehr produktschonend und auch verschleißarm ist, die Rohrleitung wird selbst bei stark abrasiven Produkten wenig beansprucht.
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