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Schnellkupplungen

Schnellkupplungen senken Kosten, beschleunigen Prozesse und erhöhen die Sicherheit

| Redakteur: Jörg Kempf

Bei der BASF setzt man seit Jahren auf Armaturen und Sicherheitstechnik „Marke RS“. So auch in der Deka-Fabrik, wo seit zehn Jahren Trocken- und Nottrennkupplungen von RS Roman Seliger im Einsatz sind.

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In der Deka-Fabrik wird heute eine hochmoderne Anlage zur Herstellung von Zwischenprodukten für die Pharmaindustrie, die Bauchemie und den Pflanzenschutz betrieben, zudem von Vorprodukten für Lacke, Desinfektionsmittel und Hilfsstoffe für die Polyurethanproduktion. (Bild: BASF)
In der Deka-Fabrik wird heute eine hochmoderne Anlage zur Herstellung von Zwischenprodukten für die Pharmaindustrie, die Bauchemie und den Pflanzenschutz betrieben, zudem von Vorprodukten für Lacke, Desinfektionsmittel und Hilfsstoffe für die Polyurethanproduktion. (Bild: BASF)

In modernen Anlagen werden häufig mehrere Produkte und Produktvarianten hergestellt (Multi-Purpose). Dies erfordert eine flexible Anpassung/Leitung der Medienströme – und demzufolge ein häufiges Anpassen des Leitungssystems. Dort, wo dies nicht über Ventile möglich ist, stellen Schlauchleitungen zwischen den einzelnen Anlagenteilen „flexible“ Verbindungen her. In der Folge wird häufig gekuppelt, da viele verschiedene Medien im häufigen Wechsel auf verschiedene Schlauch- und Rohrleitungssysteme zugreifen müssen.

Jeder Kupplungsvorgang unterbricht notwendigerweise den Prozess – eine Herausforderung, als in der Deka-Fabrik statt Schnellkupplungssystemen noch Flanschverbindungen üblich waren. Denn Flansche zu lösen und wieder zu verbinden bedeutete auch bei routinierten Arbeitern eine Unterbrechung von mindestens zehn Minuten. Die galt es im Interesse eines durchgängigen Prozesses deutlich zu verkürzen.

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Bis es soweit war, hatte man viel Lehrgeld bezahlt, wie der Betriebsleiter der Deka-Fabrik berichtete. Nach monatelangen Tests mit verschiedenen Alternativen entschied man sich in der Deka-Fabrik zur Umstellung von Flanschen auf ein Schnellkupplungssystem, und zwar aus Sicherheitsgründen unter den Schnellkupplungen auf eine Trockenkupplung Typ TR von Roman Seliger. Die Erfahrungen der Mitarbeiter: Was vorher zehn Minuten dauerte, dauert jetzt nur noch zehn Sekunden – Medienwechsel im Handumdrehen.

Sicherheit gewonnen

Die sichere Schnellkupplungsfunktion ist nur ein Merkmal der TR, die im Wesentlichen als Sicherheitskupplung entwickelt wurde. Dank der Trockenkupplungsmechanik bilden entkuppelte Schlauchleitungen geschlossene Systeme. Im Moment des Entkuppelns schließen sich im Vater- wie im Mutterteil „automatisch“ die Ventile. Anders als bei den offenen Flanschverbindungen ist also kein zusätzliches Schließen von Hähnen erforderlich, auch kein Entsorgen von Restmengen. Das Kuppeln erfolgt quasi im laufenden Betrieb, bei höchster Sicherheit vor Leckage oder Verdampfung. Was für die Mitarbeiter nicht nur eine Arbeitserleichterung darstellt, sondern auch Sicherheit vor Gesundheitsrisiken.

Diesem ersten Schritt zu mehr Sicherheit vor Leckage folgte ein zweiter Schritt zu mehr Sicherheit vor falschen Verbindungen. Die Herausforderung: Was in den Tanks lagert und durch die Rohr- und Schlauchleitungen fließt, sind teilweise kritische Medien, z.B. die sehr geruchsintensiven Amine. Besonders problematisch ist aber die (unbeabsichtigte) Vermischung von Aminen und Nichtaminen. Die farbliche Markierung der Amine (grün) und Nichtamine (blau) war eine erste richtige Maßnahme. Aber erst die mechanische Codierung der Vater- und Mutterteile der TR, also die Anwendung des Schlüssel-Schlüsselloch-Prinzips – macht nun eine Vermischung wirklich unmöglich. Ein weiteres Sicherheitsplus sowohl für die Mitarbeiter als auch den Arbeitsprozess und die Anlage.

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