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Kreislaufwirtschaft Rohstoffgipfel stellt verstärkte Nutzung nachhaltiger Quellen in den Fokus

| Redakteur: MA Alexander Stark

Mit nachhaltigen Rohstoffen aus Abfall, Pflanzen und CO2 kann die chemische Industrie den Wandel zur Kreislaufwirtschaft unterstützen. Zur verstärkten Nutzung solcher Quellen anstelle von Erdöl riefen Vertreter von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf dem Rohstoffgipfel 2019 auf, der am Montag an der Technischen Universität Berlin stattfand.

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Wege zur Kreislaufwirtschaft – darüber sprachen Vertreter von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien auf dem Rohstoffgipfel 2019 in Berlin.
Wege zur Kreislaufwirtschaft – darüber sprachen Vertreter von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien auf dem Rohstoffgipfel 2019 in Berlin.
(Bild: Covestro)

Berlin – Nicht-fossile Ressourcen können dabei helfen, den Kohlenstoff-Kreislauf zu schließen, und zum Klimaschutz beitragen. Die dafür notwendigen Voraussetzungen diskutierten die Teilnehmer des Rohstoffgipfels in Berlin.

Ausgerichtet wurde der Gipfel erneut gemeinsam von Covestro mit der Technischen Universität Berlin sowie der Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie. Laut Dr. Klaus Schäfer, Vorstand für Produktion und Technik bei Covestro, gelte insbesondere, Kunststoffabfall als Ressource zu sehen. Produkte dürften nach ihrer Nutzung nicht länger unkontrolliert in die Umwelt gelangen, sondern müssten ökologisch effizient wiederverwertet werden, etwa durch chemisches Recycling, betonte der Manager auch mit Blick auf die Politik.

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Die Bundesregierung wurde auf der Veranstaltung durch Rita Schwarzelühr-Sutter vertreten, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), die die Eröffnungsrede hielt. Ihr Haus sowie das Bundesforschungsministerium fungierten als Schirmherren der Veranstaltung.

Professor Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin, betonte, dass der akademische Bereich wichtige Impulse für die Erforschung und Entwicklung neuer Recyclingverfahren und alternativer Rohstoffe geben könne. Das Zusammenwirken von anwendungsorientierter Grundlagenforschung und wissenschaftbasierter Wirtschaft ist nach seiner Auffassung der Schlüssel zum Erfolg.

Start-up-Kultur fördern

Die Bedeutung einer lebhaften Gründerszene zur Verwirklichung neuer Ideen für nachhaltige Produktionsverfahren und Produkte hob Professor Kurt Wagemann, Geschäftsführer der Dechema, hervor. Die Start-up-Kultur sollte hierzulande ausgeprägter sein, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb mithält.

Wagemann kürte auch den „Ressource Innovator 2919“. Der Preis des Rohstoffgipfels ging in diesem Jahr an das 2016 gegründete Unternehmen Ineratec aus Karlsruhe. Dem Unternehmen ist es gelungen, chemische Großanlagen auf Miniaturformat zu verkleinern. Mit diesen dezentral nutzbaren Reaktoren können aus Abgasen wie CO2 hochwertige Ausgangsstoffe für die chemische Industrie hergestellt werden.

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