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Studie: Gehälter im Maschinenbau Qualifikation bestimmt das Gehalt im Maschinenbau

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Maschinenbauer in Deutschland brauchen hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das wirkt sich auch auf die Vergütung aus. Wie die die „Gehaltsstudie 2016 für Fach- und Führungskräfte“ des VDMA jetzt ergab, ist nicht das Alter maßgeblich für die Gehaltshöhe im Maschinenbau, sondern die Qualifikation.

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In der VDMA-Gehaltsstudie wurden 120 Positionen in Maschinenbau-Unternehmen analysiert.
In der VDMA-Gehaltsstudie wurden 120 Positionen in Maschinenbau-Unternehmen analysiert.
(Bild: VDMA)

Frankfurt – Es wird immer wichtiger, gut ausgebildete Fachkräfte ins Unternehmen zu bekommen und an das Unternehmen zu binden. Deshalb ergeben sich neue Gehaltsgefüge“, erläutert Bianca Illner, Leiterin der Abteilung Betriebswirtschaft im VDMA. „Dabei ist die Qualifikation das wichtigste Kriterium für die Einordnung in das Vergütungssystem eines Unternehmens.“ Dies ist ein Kernergebnis der neuen „Gehaltsstudie 2016 für Fach- und Führungskräfte“, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau nun abgeschlossen hat.

Zusammen mit Prof. Bernt Meyer von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg Weiden hat der Verband erstmals eine Untersuchung durchgeführt, die nicht nur regionale Gehaltsvergleiche ermöglicht, sondern auch mehr als 120 Positionen in den Unternehmen im Einzelnen analysiert. Hierbei zeigt sich auch, dass es nahezu altersunabhängig Vergütungstendenzen für die meisten Einzelpositionen gibt. Die notwendige Qualifikation zum Erreichen einer Position im Maschinenbau ist wesentlich entscheidender für das Gehaltsniveau als das Alter.

Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass die höchsten Gehälter im Maschinenbau in Baden-Württemberg gezahlt werden: Das durchschnittliche Jahresgehalt erreicht hier rund 62.000 Euro. Knapp dahinter folgen das Rhein-Main-Gebiet und Teile von Rheinland-Pfalz mit durchschnittlich 60.000 Euro sowie Südbayern mit knapp 60.000 Euro. Nord-Hessen sowie Teile von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen liegen am unteren Ende der Rangliste mit durchschnittlich 48.000 Euro.

„In Baden-Württemberg sitzen viele Weltmarktführer aus dem Maschinenbau. Zudem dürfte die lokale Konkurrenz mit der Automobilindustrie zu höheren Gehältern führen“, begründet Andrea Veerkamp-Walz, Vergütungsexpertin im VDMA dieses Ergebnis. „In anderen Regionen Deutschlands machen sich dagegen die strukturschwächeren Gegenden bemerkbar.“

In der Stadt wird mehr bezahlt als auf dem Land

In dieses Bild passt auch, dass Betriebe, die in Großstädten oder Großstadtnähe angesiedelt sind, häufig mehr bezahlen als Unternehmen im ländlichen Raum. Die Gehälter liegen hier um 16 bis 19 %höher. „Unternehmenszentralen mit besser bezahlten Bereichen wie Forschung und Entwicklung sind häufig in Ballungsräumen angesiedelt“, erläutert Veerkamp-Walz.

Die Studie zeigt darüber hinaus auf, dass Gehälter auf derselben Ebene zum Teil deutlich voneinander abweichen. So erhalten im Ranking der Abteilungsleiter/innen die Werksleiter/innen das höchste Gehalt (durchschnittlich gut 130.000 Euro), Leiter/innen der Abteilung Rechnungswesen und Finanzen liegen mit knapp 100.000 Euro in der Mitte und Abteilungsleiter/innen Fertigungsplanung bilden das Schlusslicht mit rund 85.000 Euro.

Wesentlich enger zusammen liegen dagegen die Einstiegsgehälter für Studenten mit einem Bachelor- und einem Masterabschluss. Bachelor-Studenten erhalten im Durchschnitt 45.000 Euro Jahresgehalt zum Start, Master-Studenten gut 48.000 Euro. Allerdings variieren diese Einstiegsgehälter laut Angeben der Unternehmen stark, je nach Aufgabe und Arbeitsfeld.

Auszubildende im Maschinenbau starten im technischen Bereich im Durchschnitt mit 860 Euro Monatsgehalt ins erste Jahr, im vierten Jahr sind es dann 1075 Euro. Kaufmännische Azubis erhalten ebenfalls im ersten Jahr im Durchschnitt 860 Euro und um dritten Jahr dann 964 Euro. „Im Vergleich zu anderen Branchen liegt der Maschinenbau damit im oberen Bereich, vergleichbar etwa mit Bankkaufleuten“, sagt VDMA-Abteilungsleiterin Illner.

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