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Industriedienstleister Plug-and-Play-Anlagen, Engineering-Expertise und Pharma: Bilfinger steckt neue Strategie ab

| Redakteur: Dominik Stephan

Der angeschlagene Industriedienstleister Bilfinger will mit Pharmaprojekten und vorgefertigten Anlagen wieder wachsen – und investiert dafür in neue Produktionskapazitäten. Bilfinger-CEO Tom Blades stellte in Salzburg das neue 2-4-6-Konzept des Konzerns vor.

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Die neue Bilfinger-Strategie ermöglich "einen schnellen Austausch von Innovationsideen und Best-Practice-Erfahrungen bei Engineering und technologie-Aufträgen, auf der anderen Seite eine unmittelbare Nähe zum Kunden und eine hohe Flexibilität bei der Instandhaltung, Erweiterung und dem Betrieb von Industrieanlagen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Tom Blades.
Die neue Bilfinger-Strategie ermöglich "einen schnellen Austausch von Innovationsideen und Best-Practice-Erfahrungen bei Engineering und technologie-Aufträgen, auf der anderen Seite eine unmittelbare Nähe zum Kunden und eine hohe Flexibilität bei der Instandhaltung, Erweiterung und dem Betrieb von Industrieanlagen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Tom Blades.
(Bild: www.johannesvogt.de/Bilfinger)

Salzburg/Österreich; Würzburg – Zwei Geschäftsfelder, vier Kernregionen und sechs Schlüsselindustrien: Mit diesem Konzept will die Bilfinger-Führung 2017 die Konzernstärken bündeln, Kundenmehrwert schaffen und die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Dabei schärft der Industriedienstleister mit dem Geschäftsfeld Engineering & Technologies sein Anlagenbau-Profil mit Umwelttechnologien und Effizienz-Engineering, während das Geschäftsfeld Maintenance, Modification & Operations die „klassischen“ Industriedienstleistungen wie Instandhaltung, Stillstandsmanagement, Revamps und Betrieb von Produktionsanlagen übernimmt.

Noch ist das personalintensive Instandhaltungsgeschäft mit 23.000 Mitarbeitern mehr als doppelt so groß wie die Engineering-Sparte des Konzerns (9000 Mitarbeiter), doch sollen neue Technologien und ganzheitliche Systemlösungen gerade in diesem Bereich für Wachstum sorgen.

Neue Märkte in Nordamerika und ME erschließen

Dabei konzentriert sich der Großteil der Projekte auf Nord- und Kontinentaleuropa. In Zukunft sollen mit Nordamerika und dem Nahen Osten zwei attraktive Wachstumsmärkte dazu kommen. Kunden aus sechs Industriebranchen (Chemie & Petrochemie, Energieversorgung, Öl & Gas, Pharma und Biotech, Metallurgie sowie Zement) können entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Bilfinger-Dienstleistungen zurückgreifen.

Dabei hat die Unternehmensführung besonders den Pharmamarkt als Wachstumstreiber ausgemacht: Zwar führt das Segment bisher gemessen an den Konzern-Umsätzen mit lediglich 5 % ein Nischendasein, soll aber mit neuen Projekten und Investitionen deutlich ausgebaut werden. Langfristig könne man „stärker als der Markt wachsen“, erklärte CEO Blades.

Pharmafirmen auf der Suche nach neuen Wegen

Die Zeichen stehen günstig: Kostendruck und immer kleinere Produktionschargen lassen die Pharmafirmen Leistungen outsourcen und auf kleinere Kompaktanlagen zurückgreifen. Diese entwirft, plant und fertigt Bilfinger schon jetzt in sogenannter Skid-Bauweise bei seiner Tochter Bilfinger Industrietechnik Salzburg in Österreich. Das Unternehmen mit 500 Mitarbeitern konnte in den vergangenen Jahren bereits mit Umsatzsteigerungen von nahezu 100 % glänzen.

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