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Zukunftsdialog Pharmabranche in Sachsen-Anhalt diskutiert aktuelle Herausforderungen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Auf Initiative der Nordostchemie-Verbände diskutierten am 4. November in Bitterfeld Vertreter aus Politik und Wirtschaft die Lage der Pharmabranche in Sachsen-Anhalt. Bei den Gesprächen wurden vor allem die größten aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wie die Digitalisierung der Produktion, die Fachkräftegewinnung und die Folgen gesundheitspolitischer Entscheidungen erörtert.

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Dr. Frank Wilgmann (Geschäftsführer Bayer Bitterfeld), Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann und Nora Schmidt-Kesseler (Hauptgeschäftsführerin Nordostchemie-Verbände) beim Pharmadialog in Bitterfeld.
Dr. Frank Wilgmann (Geschäftsführer Bayer Bitterfeld), Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann und Nora Schmidt-Kesseler (Hauptgeschäftsführerin Nordostchemie-Verbände) beim Pharmadialog in Bitterfeld.
(Bild: Bayer Bitterfeld)

Bitterfeld – Die Pharma- und Impfstoffindustrie ist ein zentraler Wachstumsmotor der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Eine lange Tradition, die enge Verknüpfung von Forschung und Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie leistungsstarke Cluster machen den Standort nach den Worten von Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann so erfolgreich. Ebenso wichtig sei der regelmäßige Dialog zwischen Politik und Wirtschaft. Wer auf Augenhöhe mit einander spricht, könne Rahmenbedingungen bestmöglich ausgestalten, sagte Willingmann beim Treffen von Politik und Wirtschaft zur Lage der Pharmabranche in Sachsen-Anhalt.

Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin der Nordostchemie-Verbände, betonte ebenfalls die Bedeutung des engen Austausches zwischen Politik und Wirtschaft. Sachsen-Anhalt sei ein wettbewerbsfähiger Standort der pharmazeutischen Industrie. Dazu trage auch der stetige Austausch zwischen Politik, Behörden und Wirtschaft bei. Politische Unterstützung forderte sie bei der Gestaltung günstiger Rahmenbedingungen wie Verkehrs- und Dateninfrastruktur, effiziente Behörden, aber auch das Bildungswesen. Für weitere Ansiedlungen sei es zudem notwendig, Sachsen-Anhalt als Arzneimittel-Produktionsstandort noch bekannter zu machen, so Schmidt-Kesseler weiter.

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Herausforderung Fachkräftegewinnung

Wie alle Branchen in Sachsen-Anhalt und dem gesamten Bundesgebiet steht die Pharmaindustrie vor großen Herausforderungen hinsichtlich der Fachkräftegewinnung. Das Engagement der Unternehmen, die überdurchschnittliche Vergütung sowie attraktive Entwicklungsmöglichkeiten hätten dazu beitragen, dass die von der pharmazeutischen Industrie jährlich angebotenen Ausbildungsplätze bislang regelmäßig besetzt werden konnten. Dies müsse laut Schmidt-Kesseler auch in Zukunft gelingen, um Sachsen-Anhalt als attraktiven Industriestandort weiterzuentwickeln.

Der Pharmadialog in Sachsen-Anhalt hat bereits Tradition. Seit 2012 findet der jährliche Austausch statt. Neben der engen Zusammenarbeit in Sachsen-Anhalt macht sich Nordostchemie für die länderübergreifende Kooperation zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft stark. So fand im Sommer dieses Jahres in Leipzig die Veranstaltung „Die Industrielle Gesundheitswirtschaft – Chancen für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“ statt. Das Format soll zukünftig ebenfalls jährlich veranstaltet werden.

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