200-Millionen-Euro-Investition OMV baut Produktion von Biokraftstoffen in Schwechat aus

Redakteur: Alexander Stark

Das internationale Öl-, Gas- und Petrochemieunternehmen, OMV, hat eine Investition von 200 Millionen Euro in seine Raffinerie in Schwechat angekündigt. Mit der Ausweitung der Produktion von Biokraftstoffen im Co-Processing-Verfahren will der Konzern dort seine Treibhausgasemissionen weiter reduzieren.

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Für die Produktion von Biodiesel investiert OMV in die Raffinerie Schwechat.
Für die Produktion von Biodiesel investiert OMV in die Raffinerie Schwechat.
(Bild: OMV)

Wien/Österreich – Bis 2050 oder früher will OMV die vom Pariser Klimaabkommen und in den EU-Klimazielen festgelegten Klimaziele erfüllen und Netto-Null-Treibhausgasemissionen seiner betrieblichen Tätigkeiten erreichen. Auf dem Weg zum langfristigen Ziel, setzt der Konzern konkrete Zwischenziele. Im gesamten Produktportfolio ist bis 2025 ein Anteil von mindestens 60 % Erdgas und CO2-freier Produkte vorgesehen. Die Investition am Standort Schwechat im Bereich der Verarbeitung von Bioölen soll die Zielerreichung der Reduktion der CO2-Intensität des Produktportfolios (Scope 3) um mindestens 6 % gegenüber 2010 unterstützen.

Die OMV investiert jetzt in die Raffinerie Schwechat um künftig große Mengen an fossilem Diesel durch Biodiesel in einem innovativen Co-Processing-Verfahren ersetzen zu können.

Das hydrierte Pflanzenöl sorgt dem Unternehmen zufolge für eine jährliche Reduktion des eigenen Carbon Footprints um bis zu 360.000 Tonnen fossilem CO2. Dies entspricht den jährlichen Emissionen von etwa 200.000 Pkw bei ca. 12.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr. Das Produkt erfüllt hohe Qualitätsansprüche und kann in allen Fahrzeugen problemlos eingesetzt werden. Die eingesetzte Technologie ist nicht eingeschränkt auf Pflanzenöleinsatz. Auch abfallbasierte (wie Altspeiseöl) und fortschrittliche Einsatzstoffe sind möglich und werden nach Verfügbarkeit eingesetzt werden.

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