Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

BASF fordert schnelle Regierungsbildung – «Nicht Kleinklein»

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18.02.2025

Stuttgart/Baden-Baden (dpa/lsw) *17:31 Uhr – Chemie- und Pharmaindustrie schwächelt weiter

Die Aussichten in der Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg für das laufende Jahr sind nicht positiv. Die Branchenverbände wollen am Mittwoch in Stuttgart unter anderem die Ergebnisse einer Umfrage unter Mitgliedern vorstellen.

Zudem geht es um die Bilanz für 2024. Zum zweiten Mal in Folge habe die Branche ein Jahr mit Umsatzrückgängen abgeschlossen, teilte ein Sprecher vorab mit. Lediglich die Teilbranche Pharma – die größte Unternehmensgruppe in der Chemiebranche im Land – konnte demzufolge zulegen. Ihre Umsätze seien vor allem dank des Inlandsgeschäfts gestiegen. Weiter stark rückläufig sei im vergangenen Jahr die zweitgrößte Teilbranche, Farben und Lacke gewesen.

Unterm Strich wuchs die Beschäftigung – wegen der Pharmaindustrie – den Angaben nach leicht. Die Verbände mit Sitz in Baden-Baden vertreten momentan 506 Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche in Baden-Württemberg mit 113.500 Beschäftigten.

Waldenburg (dpa/lsw) *14:26 Uhr – Auftragsminus bei Explosionsschutz-Spezialist Stahl

Die Wirtschaftsflaute macht sich zunehmend auch beim Explosionsschutz-Spezialisten Stahl bemerkbar. Der Umsatz stieg 2024 zwar um 4,1 Prozent auf gut 344 Millionen Euro, wie der börsennotierte Mittelständler aus Waldenburg (Hohenlohekreis) mitteilte. Gründe dafür seien aber vor allem der hohe Auftragsbestand zu Jahresbeginn sowie die gute Auslastung in der Produktion im ersten Halbjahr gewesen.

Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Firma schwächte sich den Angaben nach aufgrund der zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in der zweiten Jahreshälfte aber ab. Der Auftragseingang lag den vorläufigen Zahlen zufolge 2024 bei 327,6 Millionen Euro – und damit 4,4 Prozent niedriger als im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen sank um 17,1 Prozent auf 15,8 Millionen Euro. Als Grund nannte Stahl unter anderem höhere Personalkosten.

Beim Umsatz lag das Unternehmen damit im Plan, das Gewinnziel verfehlte es aber. Firmenchef Mathias Hallmann zeigte sich dennoch zufrieden: «Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen hat R. Stahl das Geschäftsjahr 2024 insgesamt solide abgeschlossen.» Das zeige, dass das Unternehmen auch für schwache konjunkturelle Phasen gut aufgestellt sei. Der ausführliche Geschäftsbericht wird am 10. April vorgelegt.

Stahl sieht sich als einen der führenden Anbieter für den elektrischen Explosionsschutz. Das Technologieunternehmen stellt zum Beispiel Schalter und Leuchten her, die entweder keine elektrischen Funken erzeugen oder diese vor explosiven Gas-Luft-Gemischen abschirmen. Die Kunden kommen etwa aus der Öl- und Gasindustrie sowie der Pharma- und Chemiebranche. Ende Dezember waren bei dem Unternehmen rund 1.750 Menschen beschäftigt.

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