Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

BASF fordert schnelle Regierungsbildung – «Nicht Kleinklein»

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19.02.2025

Stuttgart/Baden-Baden (dpa/lsw) *14:17 Uhr – Südwest-Chemie schwächelt – Pharmaindustrie besser

Hohe Energiepreise und Bürokratie belasten, Investitionen bleiben aus: Die Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg erwartet im laufenden Jahr keine Besserung der konjunkturellen Lage. Zwei Drittel der Unternehmen gehen nach einer Umfrage der Landesverbände in Baden-Baden von gleichbleibenden oder sogar sinkenden Umsätzen aus. Knapp die Hälfte erwarte fallende Gewinne oder Verluste.

Zusätzlich verunsichere die jüngste Androhung von US-Präsident Donald Trump, Zölle auf Pharma-Produkte zu erheben. Hiesige Unternehmen machten sieben Milliarden Euro Umsatz in den USA, sagte Haag. Der amerikanische Markt sei für die Pharmaindustrie im Südwesten ein «sehr, sehr bedeutender».

Nach Zahlen des Statistischen Landesamts, das Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten erfasst, sank der Umsatz der Branche 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,6 Prozent auf 26,1 Milliarden Euro. Während das Minus in der chemischen Industrie demnach 2,5 Prozent auf 18,1 Milliarden Euro betrug, wuchs die Pharmaindustrie um 4,0 Prozent auf acht Milliarden Euro. Hier sind den Angaben nach Folgen von Investitionen in den Jahren 2018 und 2019 – also vor Corona-Pandemie und Energiekrise – zu sehen.

Dass diese Daten aber nur einen Teil der Branche widerspiegeln, macht der Gesamtumsatz - also auch inklusive kleinerer Unternehmen - deutlich. Dieser belief sich im vergangenen Jahr auf 45,6 Milliarden Euro und damit weniger als 2023 (46,9 Milliarden), wie die Verbände mit Sitz in Baden-Baden mitteilten.

Stuttgart (dpa/lsw) *12:35 Uhr – US-Zölle würden Pharmaindustrie im Südwesten belasten

Die Androhung von US-Präsident Donald Trump, Zölle auf Pharma-Produkte zu erheben, verunsichert die Branche in Baden-Württemberg. Hiesige Unternehmen machten sieben Milliarden Euro Umsatz in den USA, sagte der Landesvorsitzende des Verbands der Chemischen Industrie, Martin Haag, in Stuttgart. Trump hatte bei einer Pressekonferenz angekündigt, sich am 2. April konkreter zu Zöllen auf Arzneimittel und Autos äußern zu wollen.

Der amerikanische Markt sei für die Pharmaindustrie im Südwesten ein «sehr, sehr bedeutender», betonte Haag. Laut dem Ifo-Institut könnten bei Zöllen in Höhe von 25 Prozent Umsatzeinbrüche von 30 Prozent die Folge sein, sagte er.

Würde die Androhung umgesetzt, hätte das nach Haags Worten allerdings auch Versorgungsengpässe in den USA zur Folge. In Baden-Württemberg würden vorwiegend Original-Präparate hergestellt. Die Produktion lasse sich wegen spezieller Genehmigungen nicht so einfach in ein anderes Land übertragen.

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