Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

BASF fordert schnelle Regierungsbildung – «Nicht Kleinklein»

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13.02.2025

Magdeburg/Schkopau (dpa/sa) *11:45 Uhr – Leuchtturmprojekt zur Phosphorgewinnung entsteht in Schkopau

Am Chemiestandort Schkopau soll in den kommenden zwei Jahren ein Leuchtturmprojekt zur Rückgewinnung von Phosphor entstehen. «Es geht um die weltweit erste Anlage zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm», sagte Sachsen-Anhalts Umwelt- und Energieminister Armin Willingmann (SPD). Phosphor sei eine wichtige Grundlage und Hauptbestandteil von Düngemitteln. Die Europäische Union habe Phosphor zudem als kritischen Rohstoff eingestuft, weil er nur aus wenigen Ländern bezogen werden kann.

«Das ist die Zukunft für Deutschland», erklärte der Geschäftsführer der neuen Phosphorgewinnung Schkopau, Martin Braunersreuther. «Es gibt in Deutschland keine Vorkommen von Phosphor, so dass wir am Tropf von wenigen exportierenden Ländern hängen.» Rund 84 Prozent der weltweiten Phosphorreserven verteilen sich nach Angaben des Umweltministeriums auf gerade einmal sechs Länder, darunter Marokko, China, Ägypten, Algerien, Südafrika und Brasilien.

Im Jahr 2027 soll die weltweit erste großtechnische Demonstrationsanlage in Betrieb gehen. Es gebe aber bereits Pläne für weitere Anlagen in Deutschland, sagte der Geschäftsführer des schwedischen Unternehmens Easymining, Christian Kabbe, das zusammen mit dem Energieversorger Gelsenwasser das Projekt vorantreibt.

Mittelfristig könnten rund 300.000 Klärschlamm aufgearbeitet werden, was rund 50 Prozent der in Deutschland anfallenden Klärschlamm-Asche entspreche. Dadurch könne umgerechnet etwa ein Viertel bis die Hälfte des aktuell nach Deutschland importierten Phosphors ersetzt werden.

Umwelt- und Energieminister Willingmann wies darauf hin, dass es ab 2029 europäische Regeln gebe, die diese Rückgewinnung von Phosphor vorschreibe. Deutschland sei dabei das erste Land, das die europäischen Regeln zügig umgesetzt habe. Die Errichtung der Demonstrationsanlage wird mit rund 27 Millionen Euro gefördert.

Mainz (dpa/lrs) *10:35 Uhr – Schott Pharma setzt auf Wachstum im zweiten Halbjahr

Der Mainzer Pharmazulieferer Schott Pharma ist mit Umsatz- und Ergebniseinbußen ins Geschäftsjahr 2024/25 gestartet. Hohe Anlaufkosten und Währungseffekte nannte das MDax-Unternehmen als Gründe für die Entwicklung.

Die Mainzer setzten auf mehr Dynamik im zweiten Halbjahr mit zusätzlichen Kapazitäten bei Glasspritzen und sterilen Karpulen in Kombination mit bereits geschlossenen Verträgen, erklärte Finanzchefin Almuth Steinkühler. Schott Pharma ist Hersteller von Spritzen, vorfüllbaren Polymerspritzen und sterilisierten Glasfläschchen für Medikamente.

Im ersten Quartal sank der Umsatz den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 230 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ging um 20 Prozent auf 58 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich sank der Gewinn auf 29 Millionen Euro nach 45 Millionen ein Jahr zuvor.

Für das Gesamtjahr bestätigte das Management die Prognose für ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich.

Beim operativen Gewinn hatte Unternehmenschef Andreas Reisse zuletzt als Ziel einen Zuwachs genannt, ohne einen konkreten Wert zu nennen.

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