Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

BASF fordert schnelle Regierungsbildung – «Nicht Kleinklein»

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12.02.2025

Köln/Leverkusen (dpa) *13:02 Uhr – Bayer verkauft den Großteil seiner Unternehmenssammlung

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer trennt sich von einem wesentlichen Teil seiner Kunstsammlung. Rund 800 Werke aus der «Bayer Collection» werden diesen Sommer beim Kölner Auktionshaus Van Ham versteigert, wie dieses mitteilte. Der Gesamtwert der Auktion wird auf über 4,5 Millionen Euro geschätzt.

Den Auftakt bilden soll am 3. Juni 2025 ein «Evening Sale» mit 95 Highlights der Sammlung, darunter Werke von Max Beckmann, Ernst Wilhelm Nay, Henry Moore und Andy Warhol. Die erwarteten Erlöse dieser Auktion belaufen sich laut dem Auktionshaus auf rund vier Millionen Euro. Weitere Werke werden im Online-Format versteigert.

Der Verkauf wird mit veränderten Arbeitswelten begründet: Klassische Kunstwerke hätten in modernen Bürolandschaften zunehmend an Bedeutung verloren. Die Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die Bayer in den vergangenen Jahren gefördert hat, bleiben im Unternehmen. Die unternehmenshistorische Sammlung bleibt ebenfalls erhalten.

Münster (ots) *12:01 Uhr – Landkonflikt um Palmölplantagen eskaliert: 33 Menschenrechts- und Umweltorganisationen fordern Stopp von Dinant-Palmöl aus Honduras

Drei ermordete Aktivist*innen, über 160 vertriebene Familien und mehr als 500 Menschen in provisorischen Notunterkünften: Das ist die Bilanz der jüngsten Eskalation des Landkonflikts im Agúan-Tal in Honduras. Gegenstand des Konflikts sind Landflächen, die von dem Palmölhersteller «Corporación Dinant» für den Anbau von Ölpalmen genutzt werden. Seit Ende Dezember gehen dort bewaffnete Gruppen gewaltsam gegen die Genossenschaften von Kleinbäuerinnen und -bauern vor, die ihre Lebensgrundlage schützen wollen und ihr Recht auf Land geltend machen. Mit dem Palmöl aus dem Aguán-Tal handeln viele namhafte internationale Handelskonzerne wie ADM oder Cargill.

So gelangt es in die Lieferketten zahlreicher Unternehmen wie Flora Food, Vandemoortele oder Pepsico und findet sich in Markenprodukten wie Rama Margarine wieder – auch auf dem deutschen Markt. «Wir richten unseren dringenden Appell an diese Unternehmen und fordern sie auf, ihren Sorgfaltspflichten nachzukommen! Die Aussetzung der Geschäftsbeziehungen ist in diesem Fall das angemessene Mittel. Es ist zwingend erforderlich, dass die Landkonflikte friedlich gelöst werden, bevor auch nur ein weiterer Tropfen Dinant-Palmöl in die globalen Lieferketten gelangt», so Dominik Groß, CIR-Referent für Menschenrechte in Agrarlieferketten. Den Appell unterzeichneten 33 Organisationen der Zivilgesellschaft. Erste Unternehmen haben bereits reagiert: Chemiekonzern BASF und Agrarriese Bunge haben die Lieferbeziehungen mit Dinant nach Hinweisen auf die anhaltende Gewalt beendet. Auch Lebensmittelhersteller Nestlé teilt mit, den Zulieferer aus seinen Lieferketten verbannen zu wollen.

Den Haag (dpa) *09:50 Uhr – Umweltschützer ziehen gegen Shell vor höchstes Gericht

Im Klimaverfahren gegen den britischen Öl- und Erdgaskonzern Shell ziehen die niederländischen Umweltschützer nun vor das höchste Gericht. Die Umweltschutzorganisation Milieudefensie kündigte in Den Haag Revision gegen das Urteil von 2024 an. Das Zivilgericht von Den Haag hatte Ende 2024 eine Forderung der Klimaschützer abgewiesen und geurteilt, dass der Konzern den CO2-Ausstoß nicht drastisch reduzieren muss. Damit hatten die Richter ein historisches Klimaurteil der ersten Instanz aufgehoben. Die Zivilrichter hatten zwar in zweiter Instanz erklärt, dass Shell sich für den Klimaschutz einsetzen müsse. Doch lehnten die Richter es ab, den Konzern zu einer umfassenden CO2-Reduzierung zu verpflichten. Das wollen die Umweltschützer vor der höchsten Instanz, dem Hohen Rat, erreichen. Wann darüber entschieden wird, ist noch nicht bekannt. Der Energiekonzern reagierte zuversichtlich. «Wir sind davon überzeugt, dass wir auch beim Hohen Rat recht bekommen werden», sagte der niederländische Shell-Chef Frans Everts dem Radiosender NOS.

2021 hatten die Zivilrichter Shell zur umfassenden CO2-Reduzierung verpflichtet – netto 45 Prozent weniger als 2019. Und dabei ging es auch um die indirekten Emissionen, nämlich denen der Zulieferer und Kunden. Die Klage war in den Niederlanden eingereicht worden, da Shell zum Zeitpunkt der Klage auch einen Sitz in Den Haag hatte. Das Klimaverfahren hatte weltweit Aufmerksamkeit erregt.

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