Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Widerspruch gegen vorzeitigen Baubeginn für Chemiefabrik in Schwerin

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17.10.2023

Wollerau, Schweiz (ots/PRNewswire) *22:58 Uhr – Proman und Mitsubishi wollen kohlenstoffarme World-Scale-Ammoniakanlage errichten

Proman hat mit Mitsubishi eine Absichtserklärung unterzeichnet, um den Bau einer extrem kohlenstoffarmen Ammoniakanlage im Weltmaßstab in Lake Charles, Louisiana zu prüfen. Die geplante Anlage würde durch die Nutzung modernster Kohlenstoffabscheidungs- und -bindungs-Technologien pro Jahr etwa 1,2 Millionen Tonnen sauberes Ammoniak produzieren.

Die geplante Anlage soll sich am bestehenden Standort von Proman in Lake Charles befinden, in der Nähe von Promans Erdgas-zu-Methanol-Anlage, welche sich ebenfalls in der Entwicklung befindet.

Die Unterzeichnungszeremonie zwischen Proman und der Mitsubishi fand auf der Third International Conference on Fuel Ammonia (CFA) statt, die von Japans Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie organisiert wurde. Ammoniak, das in der Anlage produziert wird, soll in erster Linie als sauberer Kraftstoff nach Japan exportiert werden, um Emissionen von Kohlekraftwerken zu reduzieren. Dies entspricht Japans nationaler Strategie, den inländischen Ammoniakverbrauch zu steigern, um seine Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

Köln (dpa) *20:35 Uhr – Spezialchemiekonzern Lanxess baut 870 Stellen ab

Wegen der Konjunkturschwäche der Chemiebranche baut der Spezialchemiekonzern Lanxess weltweit etwa jede 15. seiner Stellen ab. Um sich effizienter aufzustellen, sollen die Kosten im Jahr um 150 Millionen Euro gesenkt werden, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstagabend sagte. Zu den Maßnahmen zähle der Abbau von 870 Vollzeitstellen, davon 460 in Deutschland. Der Konzern hat weltweit derzeit etwa 13.000 Stellen, davon gut die Hälfte im Inland. Der Abbau soll schnellstmöglich erfolgen. Zuvor hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtet.

Bestandteil des Sparkurses ist zudem ein Maßnahmenpaket, mit dem die Kosten einmalig um 100 Millionen Euro gedrückt werden sollen. Hierzu gehören geringere Reisekosten und ein Gehaltsverzicht des Vorstands. Die beiden Einsparvorgaben – also 150 Millionen Euro jährlich und einmalig 100 Millionen Euro – hatte Lanxess bereits im August bekanntgegeben. Nun veröffentlichte das Unternehmen auch die Zahl der Stellen, die gekürzt werden sollen.

Die Stellen in Deutschland sollen vor allem in der Verwaltung wegfallen, «um die dortigen Strukturen zu verschlanken und an die wirtschaftliche Situation des Unternehmens anzupassen», hieß es von Lanxess. Der Rotstift wird insbesondere an den Standorten Köln, Leverkusen, Uerdingen und Mannheim angesetzt. Das Abbauvorhaben soll umgesetzt werden, indem freiwerdende Stellen nicht nachbesetzt werden. Außerdem werden Beschäftigten Aufhebungsverträge angeboben.

Schkopau (dpa/sa) *14:11 Uhr – Gewerkschafter und Unternehmen fordern Industriestrompreis

Mit einer Kundgebung beim Chemiekonzern Dow in Schkopau haben Beschäftigte des Unternehmens zusammen mit dem Arbeitgeber die Einführung eines Industriestrompreises gefordert.

«Die energieintensiven Industrien, zu denen auch Dow zählt, leiden seit Jahren unter überhöhten Strompreisen», teilte die Industrie-Gewerkschaft IGBCE am Dienstag mit. «Unserer Region drohen mittelbar gute Arbeitsplätze, wichtige Wertschöpfung und satte Steuereinnahmen abhanden zu kommen», sagte der IGBCE-Bezirksleiter für Halle-Magdeburg, Norman Friske. Strom sei der größte Kostenblock für energieintensive Unternehmen. Die Gewerkschaft fordert einen befristeten Preisdeckel für Strom bis 2030.

Auch Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD) hatte sich bei der Energieministerkonferenz in Wernigerode mit seinen Amtskollegen zuletzt für einen befristeten Industriestrompreis ausgesprochen. Von Mitte dieses Monats an will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben bundesweit Aktionen für die Einführung eines Brückenstrompreises organisieren.

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