Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Wie die Energiewende vorankommt – Habeck besucht BASF und Leag

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12.06.2023

Essen/Dortmund (dpa) *10:37 Uhr – Thyssenkrupp Nucera sieht großes Wachstumspotenzial

Die vor dem Börsengang stehende Thyssenkrupp-Wasserstofftochter Nucera sieht für sich als Hersteller von Groß-Elektrolyseuren weltweit großes Wachstumspotenzial. «Die Wasserelektrolyse verbindet erneuerbare Energiequellen mit einer großen Bandbreite von Industrien, die ohne grünen Wasserstoff nicht oder nur sehr schwer zu dekarbonisieren wären», sagte Nucera-Vorstandschef Werner Ponikwar am Montag vor Journalisten.

Grüner Wasserstoff sei ein Schlüsselenergieträger für ein CO2-neutrales Energiesystem und eine nachhaltige Industrie.

«Wasserstoff wird bereits seit vielen Jahrzehnten in großen Mengen produziert und auch konsumiert, jedoch fast vollständig als grauer Wasserstoff erzeugt, vor allem aus Erdgas.» Dies sei mit erheblichen CO2-Emissionen verbunden. Schätzungen zufolge solle sich der jährliche Bedarf an Wasserstoff von aktuell 95 bis 100 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2050 versiebenfachen, so Ponikwar weiter. Hinzu komme, dass die bisher fast vollständig fossile Erzeugung von grauen Wasserstoff bis dahin überwiegend auf die Herstellung von grünem Wasserstoff umgestellt werden soll.

Die zusätzliche Nachfrage werde aus vielen verschiedenen Sektoren kommen. Ponikwar nannte als Beispiele industrielle Bereiche wie die Stahlherstellung, Raffinerien und Ammoniaksynthese, aber auch Energiebereiche wie die Stromerzeugung, Stromspeicherung, Wärmeerzeugung sowie Schwerlastverkehr-Mobilität.

Thyssenkrupp will Nucera noch vor der Sommerpause an die Börse bringen. Der Stahl- und Industriekonzern will nach eigenen Angaben langfristig die Mehrheit an seiner Tochter halten.

Basel (dpa) *07:43 Uhr – Pharmakonzern Novartis mit Milliarden-Übernahme

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis übernimmt für bis zu 3,5 Milliarden Dollar das US-Unternehmen Chinook Therapeutics. Zunächst würden 3,2 Milliarden Dollar (2,98 Mrd Euro) bezahlt, teilte Novartis am Montag mit. Mit dem Zukauf stärkt das Unternehmen den Angaben zufolge vor allem seine Pipeline im Bereich der Nierenerkrankungen, da Chinook zwei Wirkstoffe im Spätstadium auf diesem Gebiet entwickle.

Die Übernahme sehe eine Zahlung von über 40 Dollar in bar pro Aktie (insgesamt 3,2 Mrd Dollar) sowie eine eventuelle spätere Prämie von bis zu vier Dollar in bar je Aktie bei Erreichen von bestimmten Entwicklungsergebnissen vor. Novartis rechnet damit, die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2023 abzuschließen.

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