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Hochleistungswerkstoffe Neue Produkte – neue Märkte – neue Industrien: Erfolgsrezept für Hochleistungsgraphite

| Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Anke Geipel-Kern

Seit 2009 ist der Geschäftsbereich Process Technology der SGL Group mit einer neuen Strategie unterwegs: Agieren statt reagieren, so heißt das Motto des Geschäftsbereichsleiters Frank Wittchen. Beim Vorort-Termin mit PROCESS erzählt er, warum er lieber auf die Kunden zugeht und was er mit 3D-Strategie meint.

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Die Chemieindustrie schätzt Spezialgraphite als temperatur- und korrosionsbeständige Hochleistungsmaterialien.
Die Chemieindustrie schätzt Spezialgraphite als temperatur- und korrosionsbeständige Hochleistungsmaterialien.
(Bilder: SGL Carbon)

Wem beim Stichwort Graphit lediglich eine Bleistiftmine oder der Einsatz als Schmiermittel in den Sinn kommt, und wer ohnehin Fullerene oder Carbon Nanotubes für die weitaus spannenderen Kohlenstoffmodifikationen hält, der springt bei Weitem zu kurz. „Wir können mit Graphit technische Lösungen erstellen, die es ohne Graphit gar nicht gäbe.“ Das sagt Frank Wittchen, der schon von Berufs wegen von diesem Werkstoff überzeugt sein muss.

Im letzten Jahr hat er für den Geschäftsbereich Process Technology der SGL Group den größten Einzelauftrag der Historie eingefahren. Nun, beim Vorort-Termin in der Konzernzentrale in Wiesbaden, kommt der Geschäftsbereichsleiter ohne Umschweife auf sein Lieblingsthema zu sprechen. Graphitbasierten Anlagen- und Apparatebau betreibe die SGL Group seit 60 Jahren, aber seit 2009 sei Process Technology mit einer neuen Strategie unterwegs.

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„Wir sind komplett global aufgestellt und angetreten, unsere Produkte in alle Regionen der Welt zu verkaufen“, betont er. Die 3D-Strategie – soll heißen die Konzentration auf drei Dimensionen: neue Produkte, neue Branchen und auf alle Regionen der Welt – trägt mittlerweile Früchte. „Der Umsatz ist jedes Jahr im Mittel um zehn Prozent gestiegen“, berichtet Wittchen.

Weniger Energieverbrauch und niedrigere Betriebskosten

Vorläufiger Höhepunkt der Entwicklung: Der Auftrag zur Lieferung eines Salzsäurerecyclings nach dem Zweidruckverfahren für den chinesischen Magnesiumriesen Quinghai Salt Lake. Ein Auftrag, der über 20 Millionen Euro in die Kassen spülte und eigenes Prozessengineering sowie die komplette Ausrüstung der Anlage mit Kolonnen, Wärmetauschern, Reboilern, Pumpen, Tanks und weiterem Equipment umfasst.

Warum Salzsäurerecycling mittlerweile eine Kernkompetenz ist lesen Sie auf der nächsten Seite.

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