Verbundwerkstoffe Neue Carbonfasern sollen mehr als 400 Grad Celsius aushalten

Redakteur: Dorothee Quitter

Die Universität Bayreuth forscht an einer neuen Generation kohlenstoffbasierter Fasern, die sich ohne großen technischen Aufwand zu Verbundmaterialien weiterverarbeiten lassen sollen und bei Temperaturen über 400 Grad Celsius stabil bleiben.

Firmen zum Thema

Prof. Dr.-Ing. Stefan Schafföner (li.) und PD Dr. Günter Motz (re.) vor dem Ofen für die Herstellung der Carbonfasern bei 1400 Grad Celsius.
Prof. Dr.-Ing. Stefan Schafföner (li.) und PD Dr. Günter Motz (re.) vor dem Ofen für die Herstellung der Carbonfasern bei 1400 Grad Celsius.
(Bild: Christian Wißler/Universität Bayreuth)

Bayreuth – Bisher eingesetzte Carbonfasern haben den Nachteil, dass sie bei Temperaturen oberhalb von 400 Grad Celsius zu oxidieren beginnen und instabil werden. Sie sind für Verbundwerkstoffe, die während längerer Zeiträume hitzebeständig sein müssen, nicht geeignet. Die Bauteile müssten sehr aufwendig geschützt werden.

Laut Universität Bayreuth verbindet das Forschungsvorhaben Erfahrungen aus der makromolekularen Chemie und der keramischen Werkstofftechnik. Dabei nutzen die Forschenden hochmoderne Technologien, die auf diesen Gebieten in den letzten Jahren an der Universität Bayreuth etabliert wurden. So können Polymere hergestellt werden, die sich durch die jeweils gewünschten Strukturen und Eigenschaften auszeichnen. Das Elektrospinnen ermöglicht hier die Herstellung der feinstrukturierten Polymerfasern. Daran schließen sich die Prozesse der Aushärtung und Pyrolyse an, so dass die gesponnenen Fasern schließlich eine maßgeschneiderte Verstärkung von Kunststoffen oder Keramiken sind, heißt es.

(ID:47366446)