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Building Information Modeling Mit BIM mehr Infos aus dem 3D-Modell holen

| Autor / Redakteur: M. Sc. Dirk Schlüter, M. Sc. A. Spengler, Dipl.- Ing. J. Diepenbruck* / Anke Geipel-Kern

Building Information Modeling ist eine Methode von der sämtliche Beteiligte im Lebenszyklus verfahrenstechnischer Anlagen profitieren können. Welchen Beitrag kann Building Information Modeling (BIM) für die konsistente Datenaufbereitung und- bereitstellung im Anlagenlebenszyklus leisten? Verknüpft man das BIM-3D-Modell mit Anlageninformationen, entsteht die Grundlage einer gemeinsamen Datenbasis, die über den gesamten Lebenszyklus fortgeführt werden kann.

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Systematik der Builders Mind Cloud
Systematik der Builders Mind Cloud
(Bild: Universität Duisburg-Essen in Anlehnung an BuildersMind)

Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode, die bei großen Bauprojekten zunehmend eingesetzt wird. Ziel ist es, über den gesamten Lebenszyklus des Projektes die entstehenden Informationen und Daten zu sammeln, zu koordinieren und gewerkeübergreifend zu nutzen. Die zentrale Grundlage ist ein 3D-Modell, das Objektattribute mit genauen Beschreibungen enthält und mit kontinuierlich fortgeschriebenen Datenbanken verknüpft ist. Die Informationen werden im Verlauf des Projektes fortgeschrieben und ergänzt, sodass nichts verloren geht.

Damit ist es bereits in der Planungsphase möglich, Informationen einzelner Bauteilobjekte miteinander zu verknüpfen und für weitere Phasen im Lebenszyklus eines Bauwerks bereitzustellen. So entsteht eine synchronisierte Datenbasis, auf die alle am Bau Beteiligten zugreifen können.

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Im Anlagenbau ist eine modell­orientierte Planung bereits heute Standard. Zur Generierung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Daten werden im Anlagenlebenszyklus häufig Insellösungen eingesetzt. Somit entstehen viele heterogene Schnittstellen, die eine gewerkeübergreifende Koordination von Daten erschweren.

Das BIM-Koordinationsmodell kann genutzt werden, um unterschiedliche Datenquellen einzubinden und auf verschiedene Datenbanken zu referenzieren. Somit ist es vom Projektstart an möglich, Anlagen- bzw. Bauwerksdaten lebenszyklusübergreifend, über eine gemeinsam genutzte Datenbasis, zur Verfügung zu stellen.

BIM-Objekte klüger machen

Für die Prozessindustrie interessant ist zweierlei: beispielsweise die Integration externer Daten oder neuer Inhalte, die aus vorhanden Daten berechnet werden können. Es ist z.B. möglich, 3D-­BIM-Objekte aus 3D-gescannten Punktwolken zu erstellen. Weiterführende Algorithmen errechnen aus diesen Punktwolken automatisiert ein BIM-Objekt. Diese neuen Objekte werden vollständig neu modelliert und enthalten keine der Informationen der ursprünglichen 3D-Scans mehr (ähnliche Umrisse und ggf. Farben ausgenommen). Auf den ursprünglichen Laserscan wird lediglich referenziert, der idealerweise bei Bedarf zugänglich ist. Gearbeitet wird ausschließlich mit dem neuen Objekt.

Aus einfachen Informationen mehr herausholen

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