Building Information Modeling

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Welche Herausforderungen gibt es?

Exemplarisch genannt werden können u.a. Signallaufzeiten (Latenzen) und Sensorgenauigkeit (Messgenauigkeiten und Rauschen). Je nach Übertragungstechnologie können Signale innerhalb von Sekunden, Minuten, einmal täglich oder in noch größeren Intervallen übertragen werden.

Dieses kann bei bestimmten Anwendungen zu Problemen führen – vor allem – wenn im Vorfeld nicht genau bestimmt werden kann, wie lange die Informationen für die Übertragung benötigen. Sensorungenauigkeiten können dazu führen, dass ganze Datenreihen verworfen werden. Werden die Daten in Datenbanken eingetragen kann es vorkommen, dass Sensordaten nicht chronologisch oder lückenhaft abgespeichert werden.

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Andere Herausforderungen sind aus Sicht des Anlagenbetriebs nicht so augenscheinlich. So können einige moderne Datenbanken nicht mit inkonsistenten Daten umgehen, die auftreten, wenn beispielsweise keine kontinuierliche Datenübertragung der Sensoren (Funkunterbrechung) möglich ist, sich ein Programm plötzlich beendet hat (Absturz oder Stromausfall) oder Daten verfälscht (absichtlich oder unabsichtlich) wurden.

Zudem sind Anlagen üblicherweise über mehrere Jahrzehnte kontinuierlich im Einsatz und werden häufig um Anlagenkomponenten erweitert. Die Datenverarbeitung muss entsprechend mitwachsen. Moderne IKT ist für solch lange Zeiträume (noch) nicht ausgelegt. Dieses betrifft vor allem die Softwareschicht und stellt ein ernst zu nehmendes Problem dar. Mit der Zeit nehmen Sicherheitslücken zu. Ebenfalls wird häufig im Programm nicht auf Standards zurückgegriffen, was die Fehleranfälligkeit erhöht.

Die Soft- und Hardware ist nicht skalierbar, es wird also immer angebaut, mit der Hoffnung, dass die Bestandssysteme fehlerfrei laufen.

Prozesse im Unternehmen und an der Anlage (z.B. durch Erweiterungen) verändern sich. Für die beteiligten Unternehmen im Anlagenlebenszyklus stellen daher z.B. Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen eine Option dar, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Zudem sollten möglichst offene Standards verwendet werden und dies betrifft sowohl Protokolle, als auch Softwareframeworks und die Hardware. Auch sollte die ausgewählte Software dokumentierbar und skalierbar sein.

Dieser Artikel hat deutlich gemacht, dass moderne IKT-Lösungen im Anlagenlebenszyklus präsent sind und Daten dadurch ganz neu genutzt werden können. So entstehen viele weitere Verknüfungsmöglichkeiten. Ein Beispiel hierfür ist die dargestellte Builders Mind Cloud.

* * D. Schlüter ist wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Baubetrieb und Baumanagement der Universität Duisburg-Essen, A. Spengler ist Mitbegründer von Builders Mind, J. Diepenbruck ist Geschäftsführer bei Mercatronics. Kontakt: Tel. +49-201-1834450

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