Building Information Modeling

Mit BIM mehr Infos aus dem 3D-Modell holen

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An diesem Beispiel lässt sich erkennen, dass aus recht einfachen Informationen (einzelne Punkte des 3D-Scans) durch Aufbereitung der Daten und der Anreicherung von externen Wissen (der Algorithmus zum Erkennen des 3D-Objekts greift auf eine externe Wissensbasis zurück), eine für IKT weiter verarbeitbare und in die BIM-Methodik integrierbare Wissensbasis entsteht. Je intelligenter nun die Algorithmen sind, desto mehr Informationen gelangen in das BIM-­Objekt und desto höher ist die Nutzbarkeit der Informationen in weiteren Anwendungen.

Durch den Einsatz computerbasierter Methoden ist es theoretisch möglich, dass BIM-Objekte oder Teile dessen, direkt in ein Bauteil (z.B. Pumpe mit Steuerung) geladen werden können. Durch Schnittstellen kann das BIM-Objekt mit dem BIM-Modell kommunizieren und die Daten stehen anderen zur weiteren Nutzung offen.

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Dieser Ansatz unterscheidet sich vom aktuellen technischen Prozedere im Anlagenlebenszyklus, wo Daten weitestgehend lediglich zur Steuerung eingesetzt werden. Mögliche Mehrwerte über die eigentliche Steuerungsaufgabe hinaus gehen dadurch verloren. Trotz dieser Möglichkeiten ist zu beachten, dass kritische Anlagenteile, deren Daten möglichst nicht an die Außenwelt gelangen sollen, besonders zu behandeln sind. Hier ist weiterhin ein geschlossenes System zu bevorzugen. Auch sollten die eigentlichen Steuerungsprozesse der Anlage von diesem Vorgehen nicht betroffen sein.

Datenzugriff – aber wie?

Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben werden durch die Kombination von Anlageninformationen mit der Methode BIM und weiteren Datenquellen neue Möglichkeiten erschlossen. Die wesentliche Hürde bilden die Daten und ihre konsistente Aufbereitung und Bereitstellung über den Anlagenlebenszyklus. Nun gilt es, eine Systematik zu finden, durch die auf die verschiedenen Datenquellen zugegriffen werden kann. Die Rohdaten müssen über den gesamten Lebenszyklus aufbereitet, verarbeitet und anderen Anwendungen zur Verfügung gestellt werden.

Hier gilt es einige Voraussetzungen zu beachten:

  • Der Anlagenbetrieb darf durch die Weiterverarbeitung der Daten nicht gestört werden.
  • Kritische Anlagendaten sollten nicht mit dem Internet, egal in welcher Weise, verbunden werden. Sollen Daten anderweitig genutzt werden, gilt es, andere Möglichkeiten der gekapselten Datenübertragung zu finden.
  • Überhaupt ist die Anlagen-, Daten- und Systemsicherheit ein außerordentlich wichtiger Aspekt. Der Sicherheitsaspekt muss während des gesamten Lebenszyklus der Anlage berücksichtigt und gelebt werden. Verschlüsselung ist Pflicht.
  • Je nach Anwendungszweck müssen die Daten verarbeitet, zusammengeführt und in verschiedensten Formaten zur Verfügung gestellt werden. Sollen die Rohdaten später verfügbar sein, so benötigt dieses einen hohen Speicherbedarf.

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