Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Nach BASF-Zwischenfall: Interne Experten begutachten Gebäude

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22.07.2024

Brüssel (dpa) *12:54 Uhr – EU-Kommission verpflichtet Pharmakonzern zu Gegendarstellung

Das weltweit tätige Pharma-Unternehmen Vifor muss möglicherweise irreführende Aussagen über die Sicherheit eines Konkurrenzprodukts korrigieren und zurücknehmen. Die EU-Kommission verpflichtete Vifor konkret, «per E-Mail, auf dem Postweg und in Präsenzsitzungen eine kurze Mitteilung zur Klärung des Sachverhalts an zahlreiche Angehörige von Gesundheitsberufen zu richten», teilte die Behörde mit. Hintergrund ist, dass das Unternehmen möglicherweise irreführende Informationen über die Sicherheit eines Arzneimittels des dänischen Konkurrenten Pharmacosmos verbreitete.

Dadurch könnte Vifor seine dominante Stellung auch auf dem deutschen Markt missbraucht haben, teilte die Kommission mit. Die Behörde verpflichtete Vifor daher auch dazu, eine Erklärung auf seiner Website und in führenden medizinischen Fachzeitschriften zu veröffentlichen – zudem muss Pharmacosmos die Möglichkeit haben, diese Mitteilung etwa in Gesprächen mit Ärzten verwenden zu dürfen.

Beide Firmen stellen Präparate her, mit denen Eisenmangel intravenös behandelt wird. Sowohl Ferinject (Vifor) und Monofer (Pharmacosmos) sind hochdosierte Eisenpräparate und werden eingesetzt, etwa wenn andere Mittel, die beispielsweise geschluckt werden, nicht wirken oder angewendet werden können.

München (dpa) *10:55 Uhr – Stimmung in der Chemie sackt wieder ab

Die Stimmung in der Chemieindustrie hat sich nach einer mehrmonatigen Erholungsphase wieder eingetrübt. Im Juni fiel der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex für die Branche um 9,4 auf minus 4,5 Punkte. «Der Aufwärtstrend in der deutschen Chemiebranche ist somit unterbrochen», sagte Ifo-Expertin Anna Wolf.

In den vier Monaten zuvor war es jeweils nach oben gegangen, bis der Index im Mai zum ersten Mal seit rund zwei Jahren wieder in den positiven Bereich geklettert war. Doch die Zuversicht ist verschwunden: Die Nachfrage sei wieder zurückgegangen, der Auftragsbestand im Juni «von einem ohnehin sehr niedrigen Niveau regelrecht eingebrochen», hieß es vom Ifo. «Die Unternehmen haben ihre Produktion verringert und planen für die nächsten Monate mit weniger Personal.»

Die Chemie sei allerdings nicht das einzige Sorgenkind der deutschen Wirtschaft, so Wolf. «Der sinkende Auftragsbestand bereitet dem Verarbeitenden Gewerbe insgesamt Kopfzerbrechen.»

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