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11.07.2024: Schwächelnde chinesische Wirtschaft dämpft Ölnachfrage

Berlin (dpa) - *16:48 Uhr – Schutz vor Vogelgrippe: Wie gut ist Deutschland vorbereitet?

Spätestens seit Corona ist «Pandemie» zum Reizwort geworden. Entsprechend hoch ist derzeit die Aufmerksamkeit für das gerade kursierende Vogelgrippevirus H5N1, das Virologe Christian Drosten und andere Experten als einen potenziellen Pandemie-Kandidaten sehen. Im Falle eines Ausbruchs bei Menschen wäre Deutschland aber wahrscheinlich deutlich besser vorbereitet als bei Corona.

Das Virus H5N1 befällt seit Jahrzehnten verstärkt Vögel - zunächst in Asien, inzwischen nahezu weltweit. Auch Säugetiere erkrankten daran. Seit einigen Jahren breitet sich eine besondere Gruppe von H5N1-Viren aus, die sogenannte Klade 2.3.4.4b, mit der sich in den USA auch zahlreiche Rinder angesteckt haben. Rinder mit H5N1-Infektion gab es bislang nicht. Wie die Übertragung vom Wildvogel auf eine Kuh ablief, ist noch unklar. Sicher ist, dass sich inzwischen auch Menschen bei den Rindern angesteckt haben. Vier Fälle wurden laut der US-Gesundheitsbehörde CDC bis Mitte des Jahres im Kontext des Ausbruchs in US-Milchviehhaltungen erfasst.

Die Impfstoff-Situation ist laut Sander eine ganz andere als bei Corona, wo ein Prototyp erst hergestellt werden musste. Für eine ganze Reihe von Unternehmen ist die Entwicklung von Impfstoffen gegen neue Grippevirenstämme Routine, weil sie das zweimal jährlich auch für die saisonalen Grippeimpfstoffe machen, wie ein Sprecher des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) erklärte. Nötig ist je einer für die Süd- und die Nordhalbkugel der Erde. Das Vogelgrippe-Virus H5N1 ist wie die saisonale Grippe ein Influenza-A-Virus. Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts sind in der Europäischen Union mehrere H5N1-Impfstoffe zugelassen. Diese würden entweder mithilfe von Hühnereiern oder durch Vermehrung der Viren auf Zellkultur produziert, so wie die saisonalen Influenza-Impfstoffe auch. Die EU sicherte kürzlich 665.000 Impfdosen des Herstellers CSL Seqirus gegen die Übertragung der Vogelgrippe von Tieren auf Menschen für mehrere Mitgliedsstaaten. Deutschland beteiligt sich derzeit nicht.

Paris (dpa) - *11:42 Uhr – Schwächelnde chinesische Wirtschaft dämpft Ölnachfrage

Das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage hat sich im zweiten Quartal abgeschwächt. Die schwächelnde chinesische Wirtschaft dämpfe die Ölnachfrage, heißt es in dem jüngst vorgelegten Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA). Der globale Verbrauch sei im zweiten Quartal um lediglich 710.000 Barrel pro Tag gestiegen. Dies ist der geringste Anstieg seit Ende 2022.

«Die weltweite Ölnachfrage verlangsamt sich weiter», so die Agentur mit Sitz in Paris. «Der chinesische Konsum schrumpft, da die wirtschaftliche Erholung des Landes nach der Pandemie ausläuft.» Für die Jahre 2024 und 2025 erwartet die IEA, dass die weltweite Nachfrage um weniger als eine Million Barrel je Tag steigt. Dem schwächelnden Kraftstoffverbrauch stehe ein steigendes Angebot aus den USA und anderen Teilen Amerikas gegenüber. Infolgedessen seien die beobachteten weltweiten Vorräte vier Monate lang bis Mai auf den höchsten Stand seit Mitte 2021 gestiegen.

Wiesbaden (dpa) - *10:49 Uhr – Statistiker: Energie und Nahrungsmittel dämpfen Inflation

Stabile Preise für Energie und Nahrungsmittel haben auch im Juni die Inflation in Deutschland gedämpft. Das Statistische Bundesamt bestätigt vorläufige Daten, nach denen die Verbraucherpreise im Juni 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen haben - nach 2,4 Prozent im Mai. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen beobachte man hingegen weiterhin bei Dienstleistungen, erklärt Destatis-Präsidentin Ruth Brand. Ohne Energie und Nahrungsmittel beträgt die sogenannte Kerninflation aktuell 2,9 Prozent und liegt damit erstmals seit Februar 2022 wieder unterhalb der 3-Prozent-Marke. Gegenüber dem Vormonat Mai seien die Preise im Juni insgesamt um 0,1 Prozent gestiegen.

Dass die Preise für Dienstleistungen 3,9 Prozent höher sind als vor einem Jahr, liegt unter anderem an den Versicherungen (+12,3 Prozent), der Gastronomie (+6,8 Prozent) oder den Autowerkstätten (+6,2 Prozent). Die Netto-Kaltmieten zogen um 2,2 Prozent an. Sinkt die Inflation in Deutschland wie auch im Euroraum insgesamt, gibt das der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahresverlauf Spielraum für weitere Leitzinssenkungen. Sie senkte im Juni erstmals seit der Inflationswelle im Währungsraum die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Rund um den Wert von zwei Prozent Preissteigerung sieht die EZB die angestrebte Preisstabilität gewahrt.

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