Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Nach BASF-Zwischenfall: Interne Experten begutachten Gebäude

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28.07.2024

Reichling (dpa) *16:38 Uhr – Ärger um Bayerns Erdgaspläne am Alpenrand

Auf den ersten Blick ist die oberbayerische Idylle in der Gemeinde Reichling zwischen Lech und Ammersee in Sichtweite der Alpen perfekt. Doch der Schein trügt. Rund 3000 Meter unter den grasenden Kühen vermuten Experten Erdgas. Diese Erkenntnis ist nicht neu, jedoch galt die Förderung bislang als unwirtschaftlich. Dies könnte sich bald ändern. Schon in wenigen Wochen könnten in dem 1711-Einwohner-Örtchen die ersten neuen Erdgasbohrungen in Bayern seit mehr als einem Jahrzehnt beginnen.

Am 26. Juni 2024 hat das Bergamt Südbayern der Firma Genexco Gas die Probebohrung genehmigt. Demnächst soll der Bohrplatz hergerichtet und ein 40 Meter hoher Bohrturm aufgestellt werden. Das Konzessionsgebiet «Lech Ost» ist mehr als 100 Quadratkilometer groß und erstreckt sich bis zum Ammersee. Im September könnte es losgehen. Doch es gibt Widerstand - nicht nur von Umweltschützern und besorgten Anwohnern.

Auch die Kommunalpolitik hat sich vor wenigen Tagen einmal mehr gegen die Bohrung ausgesprochen. Der Landrat des Landkreises Landsberg am Lech, Thomas Eichinger (CSU), und der gesamte Gemeinderat von Reichling fordern ein Verzicht. Sie fürchten um ihre Heimat und um ihre Gesundheit. Die Bohrung liegt laut Greenpeace nur rund 150 Meter von einem europäischen Schutzgebiet für bedrohte Tiere und Pflanzen entfernt und 200 Meter neben dem Trinkwasserschutzgebiet sowie im Einzugsbereich der Trinkwasserquelle der Gemeinde. Das nächste Wohnhaus ist 150 Meter entfernt - ein Windrad würde hier wegen geltender Abstandsregelungen niemals erlaubt.

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