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15.07.2024

Berlin/Laage (dpa/mv) *15:50 Uhr – 540 Millionen Euro Förderung für Wasserstoff-Projekte in MV

Die Pläne für mehrere Großanlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff in Mecklenburg-Vorpommern sind einen wichtigen Schritt vorangekommen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) übergab in Berlin Förderbescheide in dreistelliger Millionenhöhe für vier Vorhaben, wie das Schweriner Wirtschaftsministerium mitteilte. Insgesamt erhalten 22 Projekte bundesweit zusammen 4,6 Milliarden Euro.

In MV geht es konkret um die Errichtung einer Produktionsanlage (Elektrolyseur) mit 100 Megawatt Leistung bei der Firma H2Apex in Rostock-Laage und einer ebenso großen Anlage auf dem Gelände des Steinkohlekraftwerks im Rostocker Hafen, die bis 2030 auf ein Gigawatt erweitert werden soll. Sie soll auch Fernwärme für die Hansestadt liefern, so das Schweriner Wirtschaftsministerium. Eine 55-Megawatt-Anlage will den Angaben zufolge die Firma Enertrag in MV errichten. Einen Förderbescheid erhielt demnach auch die Firma Ontras für den Bau einer Wasserstoffleitung von Rostock über den Raum Güstrow bis Berlin, Brandenburg und Sachsen.

Insgesamt erhalten die vier Projekte im Nordosten 540 Millionen Euro Förderung, heißt es vom Ministerium. Davon trage das Land 30 Prozent (162 Millionen Euro) und der Bund 70 Prozent (378 Millionen Euro). Damit würden Gesamtinvestitionen von rund 700 Millionen Euro unterstützt.

Berlin/Dresden (dpa/sn) *15:02 Uhr – Förderung für zwei Wasserstoffprojekte in Sachsen

Von dem europäischen Wasserstoffvorhaben mit einem Volumen von bis zu 6,9 Milliarden Euro profitieren auch zwei Projekte in Sachsen. Bund und Land planen eine gemeinsame Förderung von rund 20 Millionen Euro, wie das sächsische Wirtschaftsministerium heute mitteilte. Der Freistaat werde sich mit sechs Millionen Euro beteiligen.

Die beiden Projekte des Leipziger Fernleitungsnetzbetreibers Ontras sollen die infrastrukturelle Anbindung Sachsens und Ostdeutschlands an Wasserstoffprojekte in West- und Osteuropa sowie an der Ost- und Nordsee sicherstellen. Damit könne Wasserstoff erstmals in großen Mengen über weite Strecken transportiert werden. Dies sei notwendig, um Stahlwerke, Chemieanlagen und Kraftwerke fit für die Zukunft zu machen und einseitige Abhängigkeiten bei den Lieferbeziehungen zu vermeiden.

«Wasserstoff wird künftig ein Kernbaustein vor allem für die Energieversorgung unserer Industrie sein», sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig bei der Übergabe der Fördermittelbescheide im Bundeswirtschaftsministeriums. Mit dem gemeinsamen Start der Pipeline-, Speicher- und Elektrolyseurprojekte beginne «der Aufbau der neuen, klimafreundlichen und zukunftssicheren Wasserstoffversorgungsarchitektur». «Davon profitieren die Wirtschaft, der Verkehrs- und der Energiesektor - und unter dem Strich unsere Bürger», sagte der SPD-Politiker weiter. Die beiden Projekte in Sachsen seien «die zentralen Eckpfeiler für den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und Europa.»

Weil die Produktion von Wasserstoff offiziell als gemeinsames europäisches Interesse bestimmt wurde, ist das Vorhaben als sogenanntes «Important Project of Common European Interest» (IPCEI) ins Leben gerufen worden. Dadurch gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern unterstützt werden. Die europaweiten Infrastrukturprojekte sollen den Aufbau einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur zwischen Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal und der Slowakei ermöglichen.

Magdeburg/Berlin (dpa/sa) *12:49 Uhr – Wasserstoffnetz in Sachsen-Anhalt wird mit 180 Millionen Euro gefördert

Um den Ausbau des Wasserstoffnetzes in Sachsen-Anhalt voranzutreiben, investieren der Bund und das Land insgesamt 180 Millionen Euro. Der Bund unterstützt den Ausbau nach Angaben des Energieministeriums in Magdeburg mit 126 Millionen Euro, das Land Sachsen-Anhalt steuert 54 Millionen Euro bei.

Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt sei von energieintensiven Branchen wie der Chemieindustrie geprägt. Wasserstoff sei in Zukunft ein wichtiger Energieträger. Grundlage dafür sei aber der zügige Ausbau der Infrastruktur. Mit dem Wasserstoffkernnetz werden in den kommenden Jahren bundesweit große Erzeugungs- und Verbrauchsregionen mit entsprechenden Pipelines vernetzt.

Wichtige Projekte in Sachsen-Anhalt sind nach Ministeriumsangaben etwa die Errichtung von unterirdischen Wasserstoffspeichern in Bad Lauchstädt und der Bau einer Wasserstoffpipeline von Bad Lauchstädt über Magdeburg bis nach Salzgitter in Niedersachsen. Zusätzlich sollen bestehende Erdgaspipelines auf Wasserstoff umgestellt werden. Dadurch soll ein Leitungsnetz von Leipzig über das östliche Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin bis nach Rostock entwickelt werden.

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