Heide (dpa) - *17:34 Uhr – Northvolt stellt Zeitplan für Expansion in Frage
Der schwedische Batteriehersteller Northvolt prüft den Zeitplan für seine weiteren Expansionspläne - auch in Deutschland.
Der Bau des Werks im schleswig-holsteinischen Heide sei nicht gefährdet, sagte ein Unternehmenssprecher. Verzögerungen und Änderungen am Fabrikbau seien aber nicht ausgeschlossen. Der Rückzug eines Auftrags von BMW habe keine Folgen für Heide. Zuvor hatte die «Dithmarscher Landszeitung» über die Überprüfung der Pläne berichtet.
Northvolt-Chef Peter Carlsson hatte mit einem Interview im schwedischen Medium «Dagens industri» für Wirbel gesorgt. Darin hatte er nach Bekanntwerden des zurückgezogenen BMW-Auftrags über Batteriezellen im Wert von zwei Milliarden Euro betont, dass das Unternehmen bei seinen Expansionsplänen etwas zu aggressiv gewesen sei. Dies würde Northvolt nun überprüfen.
Das als schwimmendes Flüssigerdgas (LNG)-Terminal genutzte Spezialschiff «Neptune» ist am Industriehafen von Mukran auf der Ostsee-Insel Rügen eingetroffen. In den nächsten Tagen werde auch das zweite sogenannte Regasifizierungsschiff «Energos Power» erwartet und das Energie-Terminal «Deutsche Ostsee» vervollständigen, teilte die Firma Deutsche Regas mit. Das Terminal soll über eine Regasifizierungskapazität von jährlich bis zu 13,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas verfügen und bis zu 15 Prozent des gesamtdeutschen Erdgasbedarfs decken.
Bei den Schiffen handelt es sich um sogenannte Floating Storage and Regasification Units (FSRU), also Schiffe, die das stark gekühlte LNG nicht nur laden, sondern auch erwärmen und dadurch zurück in einen gasförmigen Zustand versetzen und als Erdgas einspeisen können. «Mit unserem Terminal in Mukran und der guten Anbindung an das europäische Gasfernleitungsnetz werden wir zeitnah einen noch größeren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können», sagte Ingo Wagner, geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Regas.
Die «Neptune» war eines der ersten schwimmenden LNG-Terminals in Deutschland. Sie hatte Ende 2022 ihren Einsatzort in Lubmin erreicht und war dort Anfang 2023 in Betrieb gegangen. Das Rügener Terminal ist über eine eigens gebaute Pipeline mit dem Gasleitungsknotenpunkt in Lubmin verbunden.
Berlin (ots) - *14:54 Uhr – Befristete Geheimpreise und löchrige Leitplanken sind ein fauler Kompromiss
Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, kritisiert die heute vom Gesundheitsausschuss empfohlenen geheimen Erstattungsbeträge im Medizinforschungsgesetz (MFG) scharf: "Trotz eindringlicher Warnungen vor Kostensteigerungen und Intransparenz wird die Ampel nun wohl doch die Geheimpreise beschließen. Immerhin ist die einhellige Kritik nicht ganz spurlos geblieben, die Neuregelung wird mit mehr Auflagen versehen. Allerdings wurde mit dem Aufweichen der AMNOG-Leitplanken nun auch noch einer draufgesetzt: So werden Arzneimittel ohne relevanten Zusatznutzen künftig noch teurer. Und die überhöhten Preise können mit dem Geheimpreis auch noch verschleiert werden. Das macht angesichts der Milliarden an Beitragsgeldern, die hier zugunsten einer Branche mit überdurchschnittlichen Renditen unter dem Label der Standortförderung ausgegeben werden, einigermaßen fassungslos.”
„Hinter der verharmlosenden Formulierung der "Aussetzung der AMNOG-Leitplanken" verbirgt sich vor allem, dass selbst für Arzneimittel ohne relevanten Zusatznutzen in Deutschland keine funktionierenden Preisbremsen mehr gelten sollen. Das ist mehr als irritierend: Denn diese wurden erst 2022 mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz eingeführt, um die explodierenden Ausgaben im Bereich der Arzneimittel einzudämmen. Dass diese am geringen Nutzen orientierte Preisregel nur wenig später, wohlgemerkt von derselben Regierung, die sie beschlossen hat, nun in wesentlichen Teilen wieder kassiert wird, zeugt von einem nicht mehr funktionsfähigen Kompass der Ampel.”
Stand: 08.12.2025
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München (dpa) - *05:11 Uhr – Deutsche Industrie bleibt von Auslandslieferungen abhängig
Die Abhängigkeit der deutschen Industrie von ausländischen Zulieferern ist ungeachtet der politischen Rufe nach größerer Resilienz seit 2020 sogar noch leicht gestiegen. Zu diesem Fazit kommt das Prognos-Institut in einer am Mittwoch veröffentlichten neuen Studie. Die direkte Importabhängigkeit habe sich trotz steigender Risiken grundsätzlich wenig verändert, in den meisten Branchen aber leicht erhöht, resümieren die Autoren.
Auftraggeber war die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft. China ist laut Studie im Schnitt aller Branchen die wichtigste Bezugsquelle für Vorprodukte und Teile, gefolgt von den USA und Frankreich. Nach dem Wert der importierten Vorprodukte aus aller Welt betrachtet, liegt die Autoindustrie mit 62 Milliarden Euro an der Spitze. Die Plätze zwei und drei belegen Chemie und Maschinenbau mit jeweils 37 Milliarden Euro.
Eine «kritische Importkonzentration» mit wenigen Lieferländern sehen die Autoren jedoch vor allem in Branchen, die eher einfache Vorprodukte importieren. Dazu gehören laut Studie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bergbau, Holzverarbeitung und Textilien. Auto und Maschinenbau haben der Prognos zufolge weniger anfällige Lieferketten, da diese zwei Zweige Vorprodukte und Teile aus vielen verschiedenen Ländern beziehen. Doch auch in einigen Kernbranchen inklusive Chemie, außerdem Pharma, Datenverarbeitung, Elektronik und Optik, sind «Zahl und der Anteil von Vorleistungs-Gütergruppen mit einer kritischen Importkonzentration ohne inländische Ausweichmöglichkeit groß», wie es in der Untersuchung heißt.
Eine hohe Importabhängigkeit von einzelnen Ländern bei Lieferausfällen könne zu empfindlichen Störungen in den industriellen Produktionsabläufen führen. «Mittelfristig führt aber an einer weiteren Diversifizierung kein Weg vorbei», kommentierte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, und forderte dafür politische Unterstützung in Form von Freihandelsabkommen und Rohstoffpartnerschaften.
Düsseldorf (dpa/lnw) - *04:31 Uhr – Mit Filtern und Chemie: Landtag kämpft gegen Legionellen
Der nordrhein-westfälische Landtag kämpft gegen Legionellen im Leitungswasser. Am kommenden Wochenende soll das Trinkwassernetz nach dpa-Informationen in einem Teil des Gebäudes chemisch desinfiziert werden. Ein Landtagssprecher betonte: «Es besteht keine Gesundheitsgefahr für die Nutzerinnen und Nutzer, weil die Wasserhähne in dem belasteten Bereich als Sofortmaßnahme mit Filtern ausgerüstet worden sind.»
In einer internen Email der Landtagsverwaltung, die der dpa vorliegt, heißt es, dass man über ein «aussagekräftiges Monitoring» die Wasserqualität im Blick habe. Die sei durch einige Maßnahmen in den letzten Jahren «deutlich verbessert» worden. «Bei aktuellen Untersuchungen lagen die Legionellenbefunde im Gebäudeteil C allerdings erneut über den tolerablen Grenzwerten, was ein weiteres Handeln erforderlich macht.»