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Großinvestition Milliarden-Projekt: BASF startet Bau von chinesischem Verbund-Standort

| Redakteur: Alexander Stark

BASF hat das High-Tech-Verbundprojekt in Zhanjiang in der Provinz Guangdong/China offiziell gestartet und mit dem Bau erster Anlagen begonnen. Damit hat das Unternehmen eine wichtige Etappe im Rahmen der milliardenschweren Investition genommen, die im Juli 2018 angekündigt wurde.

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BASF hat das High-Tech-Verbundprojekt in Zhanjiang in der Provinz Guangdong/China offiziell gestartet.
BASF hat das High-Tech-Verbundprojekt in Zhanjiang in der Provinz Guangdong/China offiziell gestartet.
(Bild: Zhang Xiaolong/ BASF)

Zhanjiang/China – Mit dem offiziellen Spatenstich hat BASF mit dem Bau seines chinesischen Verbund-Standorts in Zhanjiang begonnen. Die geschätzte Investitionssumme von ca. neun Milliarden Euro bis zur Fertigstellung macht den Verbundstandort zur größten Investition des Konzerns. Der Standort wäre die drittgrößte BASF-Produktionsstätte weltweit, nach Ludwigshafen in Deutschland und Antwerpen in Belgien. Die integrierte Wertschöpfungskette wird vor- und nachgelagerte Anlagen umfassen, von Basischemikalien bis hin zu verbrauchernahen Produkten und Lösungen, um Wachstumsfelder wie Konsumgüter oder Transport zu bedienen. Die erste Anlage für die Produktion von technischen Kunststoff-Compounds soll 2022 in Betrieb gehen. Der gesamte Verbundstandort soll planmäßig bis zum Jahr 2030 fertiggestellt werden.

Der Konzern und die Provinzregierung von Guangdong unterzeichneten im Juli 2018 in Berlin eine erste Absichtserklärung für den Verbundstandort. Im Januar 2019 wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die weitere Details für das Vorhaben regelt. Im Rahmen des Projekts wurde BASF Integrated Site (Guangdong) als hundertprozentige Tochtergesellschaft neu gegründet. Diese Gesellschaft wird den Betrieb des neuen Verbundstandorts leiten.

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Die ersten Anlagen werden technische Kunststoffe und thermoplastisches Polyurethan (TPU) produzieren, um den steigenden Bedarf verschiedener Wachstumsindustrien im südchinesischen Markt und in Asien zu bedienen. Durch die Nutzung modernster digitaler Technologien und die Anwendung höchster Sicherheitsstandards soll der neue Verbundstandort eine Vorreiterrolle für eine nachhaltige Produktion einnehmen und zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft in China beitragen. Der Verbundstandort soll zudem eine solide Grundlage für den Aufbau eines Industrieclusters in Zhanjiang bilden und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Südchina und den anderen asiatischen Ländern stärken.

Ab 2022 wird die neue Kompoundieranlage für technische Kunststoffe eine zusätzliche Kapazität von 60.000 Jahrestonnen in China liefern. Damit steigt die Gesamtkapazität von BASF für diese Produkte in Asien-Pazifik auf 290.000 Jahrestonnen an. Die neuen Kapazitäten sollen es dem Unternehmen ermöglichen, die wachsende Nachfrage der Kunden, insbesondere in der Automobil-, Elektronik- und NEV (New Energy Vehicles)-Industrie, zu bedienen.

Der Ludwigshafener Konzern plant die Umsetzung eines umfassenden Smart-Manufacturing-Konzepts für den Verbundstandort basierend auf hochmodernen Technologien. Der neue Standort wird automatisierte Verpackungstechnik, hochtechnisierte Steuerungssysteme und vollautomatische Förderfahrzeuge (Automated Guided Vehicles) nutzen.

Zur Förderung der Nachbargemeinden werden vor Ort strategische Partnerschaften mit mehreren technischen Instituten gegründet, um junge Talente im Bereich Technik zu fördern.

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