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Eigenstromproduktion

Mikro-Dampfturbine halbiert Stromkosten

| Redakteur: Tobias Hüser

Das Forscherteam „Turbo-KWK“ bei Fraunhofer Umsicht bietet Unternehmen mit Dampfbedarf eine neuartige Mikro-Dampfturbine und damit eine tragfähige Lösung zur ressourcenschonenden Eigenstromproduktion an. Durch die Kombination von hoher Effizienz sowie niedrigen Life-Cycle-Kosten gelingt eine Halbierung der Stromkosten bereits bei Unternehmen mit Einschichtbetrieb. Für die Geschäftsidee erhielten die Forscher den 1. Preis und den Sonderpreis Technologie des von der Wirtschaftsförderung Dortmund initiierten Start2grow-Gründungswettbewerbs.

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Das Gewinnerteam Turbo-KWK: Dr. Björn Bülten, Dr. Johannes Grob, Ralf Paucker und Martin Daft (v.l.n.r.).
Das Gewinnerteam Turbo-KWK: Dr. Björn Bülten, Dr. Johannes Grob, Ralf Paucker und Martin Daft (v.l.n.r.).
(Bild: Wirtschaftsförderung Dortmund)

Oberhausen – Das interdisziplinär aufgestellte Team um Björn Bülten, Johannes Grob, Ralf Paucker und Martin Daft arbeitet bei Fraunhofer Umsicht im Bereich Energie. Bald schon werden sie selbst ein Unternehmen mit Sitz im Zentrum für Produktionstechnologie in Dortmund gründen. Dessen Ziel ist es, Unternehmen mit Dampfbedarf in der Lebensmittelherstellung, Papier- und Zellstoffverarbeitung oder in der Holzverarbeitung eine tragfähige Lösung zur ressourcenschonenden Eigenstromproduktion anzubieten.

Ihre selbst entwickelte Mikro-Dampfturbine ist dabei das Kernstück des Unternehmens. Eine Mikro-Dampfturbine erzeugt aus vorhandenem Prozessdampf zusätzlich 300 kW elektrischen Strom. Das neuartige Turbinenkonzept kombiniert dabei die höchste Effizienz in ihrer Leistungsklasse mit äußerst niedrigen Betriebskosten. Kommen Mikro-Dampfturbinen zur Eigenstromproduktion zum Einsatz, können die Stromkosten bereits bei Unternehmen mit Einschichtbetrieb halbiert werden.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 10. Mai 2017 im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz auf. Welche Themen beim letztjährigen Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energiekosten sparen – wettbewerbsfähig bleiben“.

Konzept und Businessplan überzeugten die 15-köpfige Jury des Start2grow-Gründungswettbewerbs, die aus Vertretern von Industrie, Wissenschaft, Kapitalgebern und der Wirtschaftsförderung Dortmund bestand. Neben dem mit 15 000 Euro dotierten ersten Platz räumten die vier Gründer zudem den Sonderpreis Technologie in Höhe von 5000 Euro ab. Damit setzten sie sich in der 36. Auflage des bundesweiten Wettbewerbs gegen 68 weitere Teams durch.

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