Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Leverkusener Explosion: Chemische Reaktion des Abfalls vermutet

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13.08.2021

Tettnang (dpa/lsw) *15:52 Uhr – Arbeitsunfall mit Chemikalie - Sieben Beschäftigte im Krankenhaus

Sieben Beschäftigte eines Unternehmens im Bodenseekreis sind wegen einer ausgetretenen Chemikalie vorübergehend ins Krankenhaus gebracht worden. Bei dem Arbeitsunfall am Freitag in Tettnang hätten 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über gesundheitliche Beschwerden geklagt, teilte eine Sprecherin der Polizei am Freitag mit.

Aufgrund eines Bedienfehlers sei an einer Produktionsmaschine Reinigungsmittel ausgetreten und habe bei den Beschäftigten in der Produktionshalle für Atemwegsbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen und Augenreizungen gesorgt. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Die betroffenen Mitarbeiter seien inzwischen alle wieder wohlauf und hätten vermutlich keine bleibenden Schäden, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Leverkusen (dpa) *13:35 Uhr – Nach Explosion in Leverkusen letzter Vermisster tot geborgen

Rund zweieinhalb Wochen nach der Explosion in einer Sondermüllverbrennungsanlage in Leverkusen ist der letzte Vermisste gefunden worden. Feuerwehr und Polizei hätten den 50-jährigen Mitarbeiter tot geborgen und identifiziert, teilte die Kölner Polizei mit. Die Suche nach Vermissten sei damit abgeschlossen, die Aufräumarbeiten und Spurensicherung der Brandermittler am Explosionsort gehe aber weiter, so die Mitteilung.

Damit steigt die Zahl der Todesopfer bei dem Unglück vom 27. Juli auf sieben. 31 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion eingeleitet. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zu der Katastrophe geführt haben.

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