19.08.2021
Ludwigshafen (dpa/lrs) *17:31 Uhr – Arbeiter stürzt von Gerüst und verletzt sich schwer
Bei einem Arbeitsunfall auf dem Gelände des Chemieriesen BASF in Ludwigshafen ist ein Mann schwer verletzt worden. Der Mitarbeiter einer externen Firma stürzte bei Gerüstbauarbeiten aus rund sechs Meter Höhe ab, wie die BASF am Donnerstag mitteilte. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Wie es genau zu dem Unfall kommen konnte, soll nun ermittelt werden.
Gießen/Marburg (dpa) *16:11 Uhr – Merkel besucht Biontech-Werk in Marburg
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Werk des deutschen Corona-Impfstoffherstellers Biontech im hessischen Marburg besucht. Biontech sei ein Markenzeichen für Deutschland, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag. «Wenn man die Produkte sieht, dann sehen sie gar nicht so spektakulär aus. Dafür ist aber die Wirkung spektakulär», so Merkel. Auf dem Fundament jahrzehntelanger Forschung habe Biontech mit seinem Impfstoff einen schnellen Ausweg aus der Pandemie gefunden.
Zuvor hatte Merkel am Donnerstag bereits zwei Museen in Gießen besucht - das Liebig-Museum im historischen Labor des Chemikers Justus von Liebig (1803-1873) und das benachbarte Mathematikum. Dabei unterstrich sie die Bedeutung von Innovation und Forschung. «Gute Forschung, hohe Experimentierkunst, Innovationsfähigkeit, verbunden dann auch mit der Anwendung, das ist im Grunde das, was unseren Wohlstand schafft. Das sollten wir nie aus den Augen verlieren», sagte sie. Merkels Interesse an Wissenschaft ist bekannt. Sie selbst ist promovierte Physikerin. Ihr Ehemann Joachim Sauer ist ein erfolgreicher Quantenchemiker.
Moskau (dpa) *12:53 Uhr –Gazprom will noch dieses Jahr Gas durch Nord Stream 2 pumpen
Der russische Energieriese Gazprom will nach der Fertigstellung der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 noch in diesem Jahr 5,6 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Röhre pumpen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in St. Petersburg mit. Nach früheren Angaben des Betreibers, der Nord Stream 2 AG, sollten die Verlegearbeiten Ende August abgeschlossen werden. Einen Termin, wann die beinahe fertiggestellte Pipeline in Betrieb geht, gibt es aber noch nicht. Sie soll russisches Gas nach Deutschland bringen.
Nach der Ankündigung von Gazprom sei der Gaspreis am Donnerstag gefallen, meldete die russische Agentur Interfax. Nord Stream 2 verläuft von Wyborg in Russland durch die Ostsee bis nach Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt ist umstritten. Die US-Regierung kritisiert, Europa mache sich dadurch bei der Energieversorgung zu stark von Russland abhängig.
Gazprom zufolge wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits 33,7 Milliarden Kubikmeter Gas durch die bereits bestehende Leitung Nord Stream gepumpt. Das seien mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 2020 war demnach mit insgesamt 59,3 Milliarden Kubikmeter ein Rekordjahr.
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