16.08.2021
Leverkusen/Washington (dpa) *17:13 Uhr – Bayer setzt im Glyphosat-Streit auf höchstes US-Gericht
Bayer setzt im Milliardenstreit über den Unkrautvernichter Glyphosat in den USA auf eine höchstrichterliche Entscheidung, um eine Wende herbeizuführen. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern reichte nach eigenen Angaben vom Montag einen Antrag auf Revision des Falls Hardeman beim höchsten US-Gericht, dem Supreme Court, ein. Sollte das Gericht den Fall zur Entscheidung annehmen und im Sinne von Bayer urteilen, hätte dies eine Signalwirkung. Bayer verspricht sich davon, die Streitigkeiten im Grunde beenden zu können.
Anderenfalls will der Konzern ein eigenes Programm aufsetzen, um mit weiteren Glyphosatklagen umzugehen. Das könnte Bayer teuer zu stehen kommen. Konzernchef Werner Baumann hatte den Gang vor den Supreme Court bereits angekündigt. Er rechnet damit, dass die Richter in den kommenden sechs Monaten über eine Annahme des Antrags entscheiden werden.
Bei den Rechtsstreitigkeiten geht es um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup, der Glyphosat enthält. Bayer betont, Roundup sei bei sachgemäßer Verwendung sicher.
Leverkusen (dpa) *14:15 Uhr – Nach Explosion: Currenta findet keine gesundheitsschädlichen Stoffe
Nach der schweren Explosion in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage am 27. Juli hat das betroffene Unternehmen bei der Auswertung von Proben keine gesundheitsgefährdenden Konzentrationen feststellen können. Zu diesem Ergebnis war zuvor auch die nordrhein-westfälische Landesregierung gekommen.
Das Unternehmen Currenta hat nach eigenen Angaben vom Montag 63 Proben ausgewertet, davon 43 Luft- sowie 20 Feststoff- und Wischproben aus der angrenzenden Nachbarschaft. «Bei keiner der Proben wurden gesundheitsgefährdende Konzentrationen gemessen», meldete das Unternehmen. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die einzelnen Bestandteile der Chemikalien durch den unmittelbar nach der Explosion einsetzenden Brand fast vollständig zerstört oder durch die Thermik in größere Höhen getragen und dabei stark verdünnt worden seien.
Bei dem Unglück waren sieben Menschen ums Leben gekommen. 31 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion eingeleitet. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zu dem Unglück geführt haben.
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