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Werden Abwässer mit hohen Salzgehalten oder Laugen verbrannt, kann die Schädigung der Ausmauerung so intensiv werden, dass die Lebensdauer der Auskleidung Wochen oder Monate beträgt. Eine keramische Auskleidung der Brennkammer stellt in diesen Fällen keine wirtschaftliche Lösung dar. Hier muss auf eine gekühlte Brennkammerkonstruktion ausgewichen werden, die ohne eine keramische Innenauskleidung betrieben werden kann.
Salzschicht bis zu fünf Zentimeter
Die Brennkammer wird aus Membranwandsegmenten gefertigt oder als zylindrische Doppelmantelkonstruktion ausgeführt. Der Zwischenraum enthält siedendes Wasser, das die Brennkammerinnenwand kühlt und vor Überhitzungen schützt. Die ablaufende Salzschmelze erstarrt an der kühlen Wand, die auf diese Weise mit einer schützenden Salzschicht überzogen wird. Die Salzschicht erreicht dabei Schichtdicken von bis zu 5 cm.
Während des Betriebs platzen Teile der Salzschicht immer wieder ab und werden durch neue erstarrende Salzschmelze ersetzt. Der Wärmedurchgang durch die Wand bleibt somit nicht konstant, sondern variiert mit dem momentanen Zustand der Salzschicht. Damit schwankt auch der mit dem Wärmeabfluss bedingte Bedarf an Die Innenwand ist mit Stützankern versehen, um eine Anhaften der Salzschicht zu erleichtern. Im unteren Bereich sind Abrisskanten von abgeplatzten Salzschichten zu erkennen.
Literaturverzeichnis
/1/ Leite Olavo C., Petrochemicals and Gas Processing, PTQ Autumn 2002, S. 157-165
/2/ Lehner M. und Hoffmann A., Chem. Ing. Tech. 5/2003
/3/ Schaber K., Chem. Ing. Tech. 5/1987 S. 376-383
/4/ Puppich P. und Hoffmann A, Verbrennung und Rauchgasreinigung von silanhaltigen Abgasen, JT des ProcessNet-FA Hochtemperaturtechnik, Februar 2011 Frankfurt
* Der Autor ist Senior Sales Manager der Dürr Systems GmbH
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