Verbrennung von Chemieabfällen

Kein Hitzefrei für Chemieabfälle

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Als keramische Auskleidung werden in der Regel Steine aus Oxidkeramik mehrlagig in die Brennkammer eingebracht. Für die feuerseitigen Lagen werden Steine mit hohem Anteil an Aluminiumoxid verwendet. Bei der Dimensionierung der Auskleidung ist zu beachten, dass eine keramische Auskleidung gegen Fluorwasserstoff nicht beständig ist. Fluorwasserstoff reagiert mit dem in der Ausmauerung enthaltenen Siliziumdioxid und zerstört damit langfristig den Werkstoff. Die Auskleidung einer Brennkammer, die zur Entsorgung von fluorhaltigen Stoffen eingesetzt wird, hat deshalb nur eine begrenzte Lebensdauer.

Ultraschalldüsen sind sehr empfindlich

Gasförmige halogenierte Schadstoffe werden in die Brennkammer über Lanzen aufgegeben. Um eine gute Durchmischung zu erzielen, werden größere Volumenströme auf mehrere Lanzen verteilt, die gleichmäßig am Umfang der Brennkammer positioniert werden. Flüssigkeiten müssen über Düsen zerstäubt werden. Dabei haben sich Ultraschalldüsen bewährt. Die Flüssigkeit durchströmt die Düse durch eine zentrische Bohrung.

Das Zerstäubermedium (Dampf oder Luft) wird über einen äußeren Ringkanal aufgegeben und erzeugt beim Austritt aus der Düse ein Ultraschallschwingungsfeld. Die Flüssigkeit passiert beim Austritt aus der Düse das Ultraschallfeld und wird dabei in feine Tröpfchen zerstäubt. Die Zerstäubung findet somit außerhalb der Düse selbst statt. Ultraschalldüsen sind daher im Betrieb relativ unempfindlich gegen Abrasion und Verschleiß.

Um eine schnelle und vollständige Oxidation der organischen Komponenten zu gewährleisten, ist eine intensive Durchmischung aller Stoffe in der Brennkammer wichtig. Viele Brennersysteme erzeugen deshalb eine ausgeprägte Rotation der Rauchgase in der Brennkammer. Durch eine tangentiale Einleitung von Flüssigkeiten oder Gasen wird die Rotation der Rauchgase noch zusätzlich unterstützt.

Das Prinzip der Abhitzenutzung

Die Wärme der Rauchgase kann nach der Brennkammer in einem Abhitzekessel zur Erzeugung von Dampf oder zum Erhitzen von Thermalöl genutzt werden. Die Festlegung der Betriebsbedingungen des Kessels sowie die Wahl der geeigneten Werkstoffe sind unter Berücksichtigung des Korrosionsverhaltens der im Rauchgas enthaltenen Halogenverbindungen vorzunehmen.

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