Verbrennung von Chemieabfällen

Kein Hitzefrei für Chemieabfälle

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Je nach Konzentration und Art der vorhandenen Salzverbindungen muss durch das Alkali-Bursting wie auch durch die Bildung von Eutektika mit einer mehr oder minder starken Schädigung der Ausmauerung gerechnet werden. Dies führt zu einer begrenzten Lebensdauer sowie einem damit verbundenen erhöhten Wartungsaufwand.

Abhitzkessel nur als Wasserrohrkessel

Brennkammern für die Salzverbrennung werden vertikal angeordnet und von oben befeuert, um einen Austrag der Salze bzw. einen Abfluss von Salzschlacken nach unten zu ermöglichen. Soll für eine Wärmerückgewinnung nach der Brennkammer ein Abhitzekessel installiert werden, so muss der Kessel wegen der hohen Verkrustungsgefahr als Wasserrohrkessel ausgeführt und mit Abreinigungsvorrichtungen wie z.B. Russbläser ausgestattet werden.

Vielfach wird auf eine Wärmerückgewinnung verzichtet und das Rauchgas nach der Brennkammer direkt in eine Quenche geleitet. Bei der Salzverbrennung hat sich der Einsatz von Tauchquenchen bewährt. Das heiße Rauchgas wird über ein Tauchrohr in eine Wasservorlage geleitet, die direkt unter der Brennkammer angeordnet ist. Dabei wird das Rauchgas schlagartig abgekühlt und mit Wasserdampf gesättigt.

Hartnäckige Salze

Im Rauchgas enthaltene Salze werden im Waschwasser gelöst. Salzschmelzen, die sich in der Brennkammer gebildet haben, werden ebenfalls über das Tauchrohr abgeführt und im Waschwasser gelöst. Ein kleiner Teil der Salze verbleibt nach der Quenche als Salzaerosol im Rauchgas und muss separat abgeschieden werden. Zur Abscheidung von Salzaerosolen haben sich Venturiapparate oder Elektrofilter bewährt.

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