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Pipeline-Überwachung

Intelligente Leckageüberwachung zur Erkennung und Ortung von Lecks

| Autor/ Redakteur: Petra Geiss* / Dr. Jörg Kempf

Für eine optimierte Betriebsführung ist es notwendig, Anlagen und Infrastruktur in der Wasser- und Abwasserwirtschaft intelligent zu steuern und zu managen. Hierzu gehört auch die sichere und schnelle Erkennung von Leckagen sowie deren schnelle Ortung. Die Smart-Water-Lösung von Siemens macht’s möglich, wie ein Praxisbeispiel zeigt.

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Sherlock Holmes lässt grüßen: Mit dem Leckage-Erkennungssystem Siwa Leak sind Sie selbst kleinsten Lecks auf der Spur.
Sherlock Holmes lässt grüßen: Mit dem Leckage-Erkennungssystem Siwa Leak sind Sie selbst kleinsten Lecks auf der Spur.
(Bild:© snaptitude, © yellowj, © bht2000, © Maksim Pasko - fotolia, Siemens, [M]-Götzelmann)

Bereits von weitem sichtbar sticht der so genannte Monte Kali im Fliedetal in der Nähe von Fulda als eine der höchsten Erhebungen aus der Umgebung heraus. Direkt daneben befindet sich, idyllisch gelegen, das Werk Neuhof-Ellers der K+S Kali.

Bereits seit über 100 Jahren werden dort Kalisalze bergmännisch abgebaut, die zur Herstellung von Düngemitteln verwendet werden. Rund 720 Mitarbeiter sind mit der Gewinnung und Veredelung des Rohstoffs am Standort beschäftigt. Das bei der Verarbeitung nicht verwertbare Material – überwiegend Steinsalz – wird auf einer Halde, dem besagten Monte Kali, gelagert. Niederschläge reichern sich hier mit Salz an: Pro Jahr entstehen so durchschnittlich 700 000 m3 salzhaltiges Wasser, das in der Vergangenheit durch Einleiten in tiefe Gesteinsschichten (Plattendolomit) entsorgt wurde.

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Eine neue Lösung muss her

Bereits im Jahr 2006 wurde deutlich, dass die Aufnahmefähigkeit des Plattendolomits bald erschöpft sein wird. Für diesen Fall sahen die einschlägigen bergrechtlichen Genehmigungen den Bau einer Fernleitung an die Werra und die dortige Einleitung der Salzabwässer vor. Diese Vorgaben wurden nochmals einer eingehenden Alternativenprüfung unterzogen, bevor die erforderlichen Genehmigungsverfahren eingeleitet wurden.

„Ein Leitungsprojekt dieser Dimension erfordert präzise Vorarbeit, um zunächst eine genehmigungsfähige Trasse zu finden. Dann musste mit fast 1400 Grundstückseigentümern über den Verlauf der Trasse verhandelt werden“, erinnert sich Christoph Hachfeld, Projektingenieur bei K+S Kali für das Pipelineprojekt. Fünf Jahre und mehrere hundert Aktenordner später konnte im Jahr 2012 nach Vorliegen aller Genehmigungen mit dem Bau der Pipeline begonnen werden.

Hohe Anforderungen an die Elektrotechnik

Der TÜV forderte, dass diese Pipeline nach TRFL (Technische Regel für Rohrfernleitungen) ausgerüstet sein muss. „Dazu gehört beispielsweise eine präzise Leckage-Erkennung und -Ortung. Dies spielte auch eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Lieferanten für die Steuerung der Pipeline“, berichtet Hachfeld. Bei der Suche nach einem kompetenten und verlässlichen Partner fiel die Wahl nach einem umfangreichen Auswahlverfahren auf Siemens als Generalunternehmer für die elektrische Ausrüstung der Anlage. Einer der Gründe dafür war das Know-how, das Siemens im Bereich Pipelines vorweisen konnte. Zum anderen überzeugte das Leckage-Erkennungssystem Siwa Leak.

Zudem war das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 bereits erfolgreich im Werk Neuhof im Einsatz. Daher war es ein Pluspunkt, dass Siwa Leak auf dieser Technologie basiert. Zusätzlich wurden Messgeräte zur Ermittlung der erforderlichen Daten benötigt, wie z.B. Durchfluss, Druck und Temperatur. Hier kamen erstmals Sitrans-Messgeräte zum Einsatz, da diese optimal mit dem Prozessleitsystem zusammenarbeiten.

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