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Anlagenreinigung

Hygienegerechtes Schüttguthandling

| Autor/ Redakteur: Martin Stephan / Sabine Mühlenkamp

Für die Reinigbarkeit einer Anlage gilt: Das schwächste Element bestimmt die Qualität der gesamten Anlage. Daher muss die Anlage bis ins kleinste Detail überprüft werden. Vor allem auf die Verbindungen sollte das Augenmerk gerichtet werden.

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Abdichtung an CIP-fähigen Bauteilen: frontbündige Dichtung an allen Verbindungsstellen (Bild: Coperion)
Abdichtung an CIP-fähigen Bauteilen: frontbündige Dichtung an allen Verbindungsstellen (Bild: Coperion)

Vergleichbar dem Prozess, der vor vielen Jahren schon in der Getränkeindustrie stattfand, gewinnen seit einigen Jahren Anforderungen an die hygienische Gestaltung von Anlagen und Bauteilen für die Handhabung trockener Schüttgüter in der Lebensmittelindustrie mehr an Bedeutung. Ein besonders sensibler Bereich ist beispielsweise die Milchpulverindustrie, da Milchpulver immer eine deutliche Restfeuchte aufweist und das Ausgangsprodukt selbst mit Keimen belastet ist.

Bereits das Förderprinzip an sich, Saugsystem oder Drucksystem, hat Auswirkungen. So steht bei einem Saugsystem das gesamte Fördersystem unterhalb des Atmosphärendrucks. Es besteht an allen Übergabestellen und Verbindungsstellen latent die Gefahr des Eindringens von Umgebungsluft in das System. Mit der Umgebungsluft werden dann Feuchtigkeit und in der Luft enthaltene Keime eingetragen. Bei einem Drucksystem stehen dagegen alle Anlagenbereiche unter Überdruck, so ist diese Gefahr nur minimal. Drucksysteme sind deshalb zu bevorzugen.

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Die typischen Hauptbestandteile einer pneumatischen Förderanlage sind:

  • Lufterzeugung und Luftaufbereitung: Ansaugfilter, Verdichter, eventuelle Trocknung und Kühlung, eventuell druckseitige Filter
  • Förderleitung: Rohre, Verbindungen (Flansche, Kupplungen usw.)
  • Produkteinspeisung: Zellenradschleusen
  • Verteilorgane: Rohrweichen
  • Abscheidung: Filterabscheider, Zyklone

Über eine HACCP-Analyse lassen sich einzelne Bereiche bewerten und potenzielle Gefahrenstellen herauskristallisieren. Unterstützend sollten hierzu die Richtlinien der EHEDG für Schüttguthandling eingesetzt werden.

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