IBCs mit 40 Prozent Recyclat Grüne IBCs – IBC-Hersteller Schütz setzt auf Kreislaufwirtschaft

Redakteur: Anke Geipel-Kern

IBC-Hersteller Schütz setzt auf Kreislaufwirtschaft und organisiert die Rückholung und Rekonditionierung der Behälter selbst. Die neuen Kunststoffbehälter der Green Layer-Reihe enthalten nun einen Recyclatanteil von 40 Prozent.

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Für eine zusätzlich optimierte Ökobilanz: Die mittlere Schicht des IBC-Innenbehälters der Green Layer Serie von Schütz verfügt über einen Rezyklat-Anteil von 40 Prozent.
Für eine zusätzlich optimierte Ökobilanz: Die mittlere Schicht des IBC-Innenbehälters der Green Layer Serie von Schütz verfügt über einen Rezyklat-Anteil von 40 Prozent.
(Bild: Schütz)

Bei IBCs und Kunststoff-Fässern ist Schütz seit langem einer der Marktführer und setzt konsequent auf Kreislaufwirtschaft. Mit den neuen Green Layer Ausführungen will das Unternehmen die Ökobilanz beider Verpackungsarten noch einmal verbessern. Im Mehrschicht-Extrusionsverfahren werden die IBC-Innenbehälter und Fasskörper mit einem Anteil von 40 Prozent an hochqualitativem Kunststoffrecyclat produziert. Dieses wird von Schütz selbst durch das weltweite Rückhol- und Rekonditionierungsprogramm gewonnen. Ein weiteres Novum: Auch die IBCs der Green Layer Serie verfügen über eine UN-Zulassung.

Ecological Packaging als Gesamtkonzept

Mehrfachverwendung und Recycling, ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft, war stets das Kernkonzept der Schütz IBCs. Der gesamte Lebenszyklus der Verpackungen ist auf maximale Umweltfreundlichkeit ausgerichtet. Bei der Rekonditionierung im Rahmen des Schütz Ticket Service werden die Innenbehälter zurückgeholter IBCs aus dem Stahlkäfig entnommen und einem aufwendigen Recyclingprozess unterzogen.

Dabei werden sie zerkleinert, gereinigt und schließlich regranuliert. Spezielle Entgasungsextruder sorgen dabei für eine geruchsarme, homogene Qualität. Das gewonnene HDPE-Recyclat nutzt das Unternehmen im geschlossenen Kreislauf: Es fließt zu 100 Prozent in die interne Herstellung von Verpackungskomponenten aus Kunststoff zurück – darunter Eckschoner und Kunststoffpaletten. Daher verfügen IBCs von Schütz schon immer über einen außergewöhnlich hohen Anteil an Recyclat. Je nach Art der Palette beträgt dieser zwischen 36 und 55 Prozent am Kunststoff des gesamten IBCs.

Zusätzliche CO2-Einsparung: Mehr als acht Kilogramm pro IBC

Mit den neuen Green Layer IBCs hat Schütz diese Quote nochmals gesteigert und hebt Ressourcenschonung auf ein neues Niveau. Denn: Speziell bei diesen Containern wird auch für die Produktion des Innenbehälters hochqualitatives Recycling-Material verwendet. Allein die Innenblase verfügt beim innovativen Green Layer Modell über einen Recyclat-Anteil von 40 Prozent. Das entspricht einer zusätzlichen CO2-Einsparung von mindestens acht Kilogramm pro IBC.

Das recycelte HDPE wird dabei ausschließlich in die mittlere Schicht des Behälters extrudiert. Die innere und äußere Schicht bestehen auch bei diesen Verpackungen weiterhin aus neuem HDPE-Material. Somit gewährleistet Schütz, dass sowohl das Füllprodukt als auch die Umgebung nur mit Neumaterial in direkten Kontakt kommen – ein wesentlicher Beitrag zum Qualitätsschutz des Füllguts. Ausgestattet mit einer Vollkunststoffpallette beträgt dann der gesamte Recyclat-Anteil am Kunststoff dieses speziellen IBC-Modells sogar 73 Prozent.

Nachhaltige IBCs und Kunststoff-Fässer mit UN-Zulassungen

Mit den ökologischen Verpackungen und ihrem geringem CO2-Fußabdruck unterstützt Schütz seine Kunden beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele. Zusätzlicher Pluspunkt: Die neuen IBCs von Schütz verfügen über eine UN-Zulassung und eignen sich daher auch für zahlreiche Anwendungen im Gefahrgut-Bereich. Außerdem überzeugen die neuen Container durch ihr einheitliches Erscheinungsbild.

Die Außenschicht ist komplett in Schwarz gehalten und vermeidet damit Farbvarianzen, die oftmals bei der Verwendung von Recyklat in IBC-Innenbehältern auftreten. Sichtstreifen ermöglichen es dem Anwender, jederzeit den aktuellen Füllstand im Green Layer IBC zu erkennen.

Ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch als Green Layer Ausführungen erhältlich: Das F1-Spundfass und das S-DS1-Deckelfass von Schütz.
Ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch als Green Layer Ausführungen erhältlich: Das F1-Spundfass und das S-DS1-Deckelfass von Schütz.
(Bild: Schütz)

Auch im Fass-Bereich nutzt Schütz die Mehrschicht-Extrusion in der Fertigung und kombiniert höchste Sicherheit mit maximaler Recycling-Quote am Kunststoff-Anteil. Das F1-Spundfass in 220l und die S-DS1-Deckelfässer in den Größen 30l bis 220l werden im Dreischicht-Extrusionsblasverfahren ebenfalls mit recyceltem HDPE in der mittleren Schicht als Green Layer Modelle produziert. Der Recyclat-Anteil macht hier 40 Prozent des gesamten Fasskörpers aus und die gesamte Produktserie verfügt über Gefahrgutzulassungen.

Markteinführung in Europa: Auf die Partner kommt es an

Mit dem European Green Deal und dem Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft hat die Europäische Union die Ziele und Rahmenbedingungen für ein ressourcenschonendes Wirtschaftswachstum definiert. Die für Verpackungen zukünftig geltenden gesetzlichen Bestimmungen für den Einsatz von Recyclat werden schon jetzt durch die neuen Green Layer Produkte erfüllt.

Um die stabile Versorgung mit IBCs und Fässern mit wiedergewonnenem Kunststoffmaterial sicherstellen zu können, betont Schütz die Bedeutung des aktiven Mitwirkens von Kunden und Abgebern. Nur wenn die ausreichende Versorgung mit Recyclat aus dem Schütz Ticket Service, dem globalen Schütz System für die Rekonditionierung und Recycling von Industrieverpackungen, gegeben ist, kann eine entsprechende Liefersicherheit gewährleistet werden.

Die Markteinführung der Green Layer Produkte bedarf daher einer engen Abstimmung mit den Kunden und ist zunächst auf Europa beschränkt. Erste Pilotprojekte sind hier schon erfolgreich angelaufen. Eine zukünftige Expansion in andere Regionen ist dank des globalen Produktionsnetzwerks mit hochmodernen Mehrschicht-Extrusionsblasformanlagen möglich und beabsichtigt. | Schütz

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