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21.05.2021
Ludwigshafen (dpa/lrs) *16:41 Uhr – BASF-Mitarbeiter kommt mit sehr gefährlicher Chemikalie in Kontakt
Ein Mitarbeiter des Chemie-Riesen BASF in Ludwigshafen ist am Freitag mit einer sehr gefährlichen Chemikalie in Kontakt gekommen und ins Krankenhaus gebracht worden. Beim Reinigen in einem Tankcontainer hatte er sich laut dem Unternehmen aus vorerst unbekannter Ursache mit einem Gemisch aus Wasser und 4-Chlorbuttersäurechlorid «auf einer größeren Hautfläche» benetzt.
Grundsätzlich könne das Einatmen der Chemikalie lebensgefährlich sein. Zudem könne sie starke Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden verursachen. Der Mitarbeiter sei allerdings nicht lebensbedrohlich verletzt worden. Die zuständigen Behörden seien informiert worden.
Leuna/München (dpa) *15:54 Uhr – Söder und Haseloff in Leuna: «Osten kann Hightech-Region» werden
Die Ost-Bundesländer sollten nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder beim Ausbau von Forschung und Wissenschaft in Deutschland eine ganz besondere Rolle spielen. «Die neuen Länder, da bin ich der festen Überzeugung, können echte Hightech-Regionen werden, und zwar nicht nur in Deutschland sondern in Europa», sagte der CSU-Chef am Freitag in Leuna, einem der größten Chemiestandorte Deutschlands. Deutschland müsse insgesamt den Anspruch haben, ein Hightech-Land zu sein und dürfe die Investitionen der USA und von China nicht ignorieren.
Den Angaben zufolge kooperieren Wissenschaftler der Fraunhofer-Gesellschaft in Bayern und Sachsen-Anhalt. Zudem sei eine Kooperation in einem Netzwerk mit Hochschulen beider Länder vereinbart worden. Bayern unterstütze diese Zukunftsprojekte mit jeweils 500 000 Euro und damit insgesamt einer Million Euro, sagte ein Sprecher der Magdeburger Staatskanzlei.
Haseloff und Söder besichtigten in Leuna Baustellen der Fraunhofer-Gesellschaft und des Mittelständlers Leuna-Harze. Das Unternehmen stellt unter anderem Produkte her, die für die Beschichtung von Windrädern verwendet werden können. Haseloff betonte zugleich, Sachsen-Anhalt wolle sich zu einer Modellregion für Wasserstoff entwickeln. Dabei sei es wichtig, dass Branchen wie die Chemie mit der Forschung eng kooperierten.
So arbeiten Wissenschaftler des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CPB) in Leuna daran, wie grüner Wasserstoff für die Industrie in großem Umfang hergestellt und genutzt werden kann. Dieser gilt als eine Energiequelle der Zukunft, bundesweit laufen dazu Forschungsvorhaben. Bisher gilt indes die Erzeugung von «grünem Wasserstoff» mittels Elektrolyse im industriellen Maßstab als noch nicht wirtschaftlich.
Rom (dpa) *14:47 Uhr – EU will in Bau von Impfstoff-Produktionsstätten in Afrika investieren
Mit Blick auf kommende Gesundheitskrisen will die EU den Bau von Standorten für die Impfstoffproduktion in Afrika mit einer Milliarde Euro finanzieren. «Afrika importiert heute 99 Prozent seiner Impfstoffe und das muss sich ändern», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag beim Welt-Gesundheitsgipfel in Rom. Die sogenannten Hubs sollen ihr zufolge über den Kontinent verteilt errichtet werden.
Über die genauen Standorte gab es noch keine Informationen. Aus Kommissionskreisen wurde mitgeteilt, dass unter anderem die Infrastruktur, das wissenschaftliche Umfeld und das Angebot an Fachkräften vor Ort wichtig seien. Bei einer möglichen Gesundheitskrise in der Zukunft könnten an den Standorten dann Impfstoffe hergestellt werden, und afrikanische Länder hätten schneller Zugang, um ihre Bevölkerung dagegen impfen zu können. Bislang verlief die Corona-Impfkampagne in Afrika wegen fehlenden Impfstoffs langsamer.
Auf dem digitalen Welt-Gesundheitsgipfel wollen die G20-Staaten und Vertreter von Organisationen ihre Corona-Erfahrungen austauschen. Ziel ist, am Ende eine Verständigung auf die «Erklärung von Rom», in der die Teilnehmer Grundsätze festhalten wollen, um künftig besser von einer Gesundheitskrise wie der Corona-Pandemie gewappnet zu sein.
Leuna (dpa) *03:30 Uhr – Haseloff und Söder besuchen Chemie- und Forschungsstandort Leuna
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) kommen am Freitag nach Leuna. Am Chemiestandort in Sachsen-Anhalt wollen sie gemeinsam ein Forschungszentrum und ein mittelständisches Unternehmen besuchen, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Die Ministerpräsidenten werden sich über die geplante Nutzung und Produktion von nachhaltigen Rohstoffen und Produkten informieren. Sachsen-Anhalt will sich nach den Plänen der Landesregierung zu einer Wasserstoff-Modellregion entwickeln.
So wollen Wissenschaftler des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP mit einer Pilotanlage in Leuna herausfinden, in welchem Umfang sogenannter grüner Wasserstoff für die Industrie in großem Umfang hergestellt und genutzt werden kann. Dieser gilt als eine Energiequelle der Zukunft. Bundesweit laufen dazu Forschungsvorhaben.
In Leuna (Saalekreis) wurden im Zuge des Strukturwandels seit 1990 rund 7,5 Milliarden Euro in den Industriestandort, der eine lange Geschichte hat, investiert. Es entstanden neue Firmen und Forschung und eine Raffinerie. Rund 10 000 Menschen arbeiten in Leuna, einem der flächenmäßig größten Chemiestandorte in Deutschland.
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