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05.05.2021
Washington (dpa) *21:29 Uhr – USA unterstützen Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe
Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die außerordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am Mittwoch. Die USA würden sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für die Erstellung eines entsprechenden Abkommens einsetzen. Wegen des Konsensprinzips und der Komplexität der Materie könnte dies zeitaufwendig werden, hieß es.
Das Ziel der US-Regierung sei es, «so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen», erklärte Tai. Mehr als 100 WTO-Mitgliedsländer wollen die Patente für die Impfstoffe aussetzen, damit mehr Firmen in mehr Staaten Impfstoffe herstellen können. Wichtige Herkunftsländer der Pharmaindustrie wie die USA sowie Unternehmensvertreter blockierten das von Südafrika und Indien angestoßene Vorhaben aber bislang.
Hannover (dpa) *13:58 Uhr – Chemie- und Energiebeschäftigte: Corona-Schutz gut, aber mehr impfen
In den Chemie-, Pharma- und Energieunternehmen halten viele Beschäftigte die betrieblichen Corona-Schutzmaßnahmen für ausreichend - bei Impfungen könne aber noch mehr getan werden. Das geht aus einer Umfrage der IG BCE hervor. Die drittgrößte deutsche Gewerkschaft wollte von 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wissen, inwiefern sie zufrieden mit der aktuellen Situation und der Pandemiebekämpfung bei ihren Arbeitgebern sind.
Fast die Hälfte (48 Prozent) gab dabei an, dass Hygieneregeln und «flexible Regelungen mit Rücksicht auf Eltern» genügend umgesetzt würden. Wie die IG BCE am Mittwoch weiter berichtete, sehen allerdings 42 Prozent hier noch «Luft nach oben». Raschere Fortschritte beim Impfen wie eine Impfung im Betrieb selbst wünschen sich außerdem mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Befragten.
Leuna (dpa/sa) *6:00 Uhr – Raffinerie in Leuna kommt auf den Prüfstand
Die Total Raffinerie in Leuna unterzieht sich einer großen Generalinspektion. Dafür wird die Anlage außer Betrieb genommen. Seit Dienstag würden in der Raffinerie Anlagen zerlegt, gereinigt, inspiziert, repariert und wieder komplettiert, teilte das Unternehmen mit. Mehr als 4500 zusätzliche Arbeitskräfte seien vor Ort. Die Aktion soll in etwa acht Wochen abgeschlossen sein, schrieb das Unternehmen.
Die Kontrolle ist seitens des Gesetzgebers turnusmäßig vorgeschrieben. Die Raffinerie investiere in diesem Rahmen etwa 150 Millionen Euro, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Neben der Inspektion sollen 80 Investitionsvorhaben realisiert werden. Ziel sei unter anderem die Modernisierung und der Ausbau der Methanol-Anlage.
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