Hot Melt Extrusions-Verfahren Extrusionsanlagen gewinnen in Pharmaindustrie an Bedeutung

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Arzneimittel-Wirkstoffe lassen sich mit dem Hot Melt Extrusions-Verfahren kontinuierlich dispergieren und mischen. Schwerlösliche Substanzen lassen sich damit besser verarbeiten, und auch in Sachen Produktqualität und Wirtschaftlichkeit punktet das Verfahren.

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Verfahrensteil eines pharmagerecht ausgeführten ZSK MEGAcompounder PLUS, komplett mit Edelstahl verkleidet und mit leckagefreien Kühlwasserkupplungen ausgestattet (Bild: Coperion)
Verfahrensteil eines pharmagerecht ausgeführten ZSK MEGAcompounder PLUS, komplett mit Edelstahl verkleidet und mit leckagefreien Kühlwasserkupplungen ausgestattet (Bild: Coperion)

Die Hot Melt-Extrusion wird seit über 50 Jahren in der Kunststoffindustrie mit großem Erfolg eingesetzt. Mittlerweile hat sich der Prozess jedoch auch im GMP-Umfeld etabliert, denn das Verfahren besitzt viele Vorteile. Es ist beispielsweise frei von Lösemitteln und Wasser, sodass eine aufwändige Trocknung entfällt. Außerdem sind kontinuierliche Prozesse bei kurzer Prozesszeit möglich. Zudem bietet das Verfahren viele Möglichkeiten, um schlecht lösliche APIs in eine Polymermatrix zu überführen und damit doch noch über den Magen-Darmtrakt absorbierbar zu machen. Weitere Einsatzmöglichkeiten der Hot Melt-Extrusion sind die Herstellung von Arzneimitteln mit verzögerter Wirkstofffreigabe sowie die Verkapselung und Geschmacksmaskierung.

Zweiwellige Schneckenkneter (ZSK)-Anlagen dienen in der Pharmaindustrie beispielsweise zur kontinuierlichen Herstellung von Tablettenmischungen, wirkstoffhaltigen Massen für transdermale Pflaster oder Haftklebern für medizinische Anwendungen wie künstliche Darmausgänge.

Zur Weiterentwicklung der Hot Melt-Extrusion für Pharma-Anwendungen haben Coperion, Pionier im Bereich der Hot Melt Extrusion und die ISP Pharmaceuticals, Hersteller von Spezialchemikalien, Madrid/Spanien, ihre Kompetenzen in einer Allianz zusammengeführt. ISP bringt seine Kenntnisse bei Inhaltsstoffen (beispielsweise Polymere und Disintegrationsmittel), seine Erfahrung mit Rezepturen sowie in der Materialwissenschaft in die Kooperation ein. Coperion stellt sein Know-how mit pharmagerechten Extrusionsanlagen und seine langjährige Erfahrung mit der Prozess-Technologie zur Verfügung.

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