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Druckluft-Contracting

Druckluft-Contracting liegt im Trend

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Fertigung von Vakuumpumpständen bei Pfeiffer Vacuum (Pfeiffer Vacuum)
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Fertigung von Vakuumpumpständen bei Pfeiffer Vacuum (Pfeiffer Vacuum)

So unterschiedlich Druckluft und Vakuumtechnik auch sind, so gibt es doch Gemeinsamkeiten: Um hohe oder niedrige Drücke zu erzeugen, ist aufwändige Technik erforderlich. Drehzahlregelbare Antriebe sind auch bei Kompressoren und Vakuumpumpen die Technik der Wahl, um die Betriebskosten im Griff zu behalten. Außerdem nimmt die Nachfrage nach Contracting-Angeboten zu.

Druckluft wird in der Industrie wie Strom aus der Steckdose verwendet – und ist deshalb als Energieträger in vielen Produktionsprozessen hoch geschätzt. Allein in Deutschland sind etwa 62 000 Druckluftanlagen installiert. Gerade weil Druckluft so sicher und einfach in der Handhabung ist, achten viele Betreiber nicht so genau auf die dabei entstehenden Kosten. Da löst sich durch Leckagen zum Teil viel Geld buchstäblich in Luft auf; Verlustraten von 15 Prozent sind eher die Regel, manchmal aber auch bis zu 70 Prozent.

Inzwischen bieten alle namhaften Hersteller Druckluft-Audits an. Damit werden Leckagen identifiziert, falsch dimensionierte Leitungen erkannt oder eine nicht bedarfsgerechte Erzeugung ermittelt. Der erste Schritt hin zu einer energieeffizienteren Drucklufterzeugung und -verteilung ist die Analyse des Ist-Zustandes mit einer Ermittlung des Bedarfs. Liegen alle Daten vor, lässt sich ermitteln, welche Investitionen erforderlich sind. Eine Studie im Auftrag der Europäischen Union hat gezeigt, dass bei Druckluftanlagen zwischen 5 und 50 Prozent Energie eingespart werden könnten, wobei die meisten Effizienzmaßnahmen mit Amortisationszeiten von weniger als zwei Jahren wirtschaftlich sehr attraktiv für die Unternehmen wären.

Optimiertes Druckluftmanagement

Höchstmögliche Energieeffizienz jeder einzelnen Druckluft-Komponente ist zwar eine notwendige, aber noch keineswegs hinreichende Voraussetzung für ein optimales Gesamtsystem.

Mit Ausnahme von kontinuierlich ablaufenden Prozessen der Verfahrenstechnik weist das per Analyse gewonnene Bedarfsprofil üblicherweise Schwankungen auf. Dann kann es sinnvoll sein, mit drehzahlgeregelten Kompressoren zu arbeiten. Bei größeren Anlagen empfiehlt sich zudem der Einsatz einer übergeordneten Steuerung. Der Vorteil: Mehrere Kompressoren lassen sich in einer Station aufeinander abgestimmt betreiben. Dann kann z. B. durch Lastverteilung (Splitting) auf mehrere Kompressoren unterschiedlicher Größe das Lastverhalten wirtschaftlicher gestaltet werden.

Compair präsentiert mit der Delcos XL eine integrierte Touchscreen-Steuerung, die speziell für ungeregelte und drehzahlgeregelte Kompressoren der Baureihe L30 - L132 entwickelt wurde. Sie zeigt detaillierte Anlagenanalysen einschließlich des Netzdrucks und des durchschnittlichen wöchentlichen Volumenstroms in Form von Trend-Diagrammen und -Grafiken auf dem Display an. Die Auswertung dieser Trends macht es möglich, präzise Parameter für den Kompressor einzustellen.

Ergänzendes zum Thema
 
„Druckluftkosten sind Energiekosten“

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