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Druckluft-Contracting

Druckluft-Contracting liegt im Trend

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Zentral versus dezentral

Eine zentrale Druckluftstation bietet dem Betreiber Vorteile, sofern nicht extrem lange Leitungen für eine dezentrale Versorgung sprechen. Lassen sich Kompressoren bündeln, vereinfacht das nicht nur Service und Wartung. Da bei der Verdichtung vor allem Wärme entsteht, kann ein System zur Wärmerückgewinnung die Energiekosten weiter senken. Laut Kaeser lassen sich bis zu 96 Prozent der dem Kompressor zugeführten Energie als Abwärme ein zweites Mal nutzen (z.B. für Heizzwecke).

Boge zeigt, wie effizient ein solches System sein kann: Bei einem Katalysatorhersteller sind drei Kompressoren mit einer Nennleistung von 632 kW installiert. Die Wärmeleistung, die zurückgewonnen und ins Heizsystem gespeist werden kann, beträgt 757 kW. Ist damit endlich das Perpetuum mobile gefunden? Gemach: Dass mehr Wärmeleistung zurückgewonnen als elektrisch zugeführt wird, liegt an der intelligenten Nutzung der Kondensationswärme bei der Kondensation der angesaugten Luftfeuchtigkeit im Druckluftnachkühler. Diese Wärmemenge steht zusätzlich zur Verdichtungswärme quasi kostenlos zur Verfügung.

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Variable statt fixe Kosten

Immer mehr Unternehmen nutzen die Möglichkeit, Druckluft mit einer neuen und energieeffizienten Anlage zu erzeugen, ohne Investitionsmittel zu binden. In Tabelle 1 sind einige Contracting-Anbieter aufgeführt (s.a. Interview).

Dieses Konzept bietet auch Ultraair an: Nach Analyse der Ist-Situation, der Lastprofile und des prognostizierten Druckluftbedarfs konzipiert das Unternehmen für seine Kunden anwendungsspezifische Druckluftstationen. Dabei greifen die Ingenieure auf eine Datenbank zurück, in der das komplette Kompressoren-Programm und die Komponenten der Druckluftaufbereitung aller maßgeblichen Hersteller mit ihrer jeweiligen Leistungscharakteristik gespeichert sind.

Bevor das Druckluft-Contracting-Modell gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet werden kann, muss zunächst das Druckluftprofil ermittelt werden. Dabei sind folgende Fragen interessant:

  • Wie verhält sich der Druckluftverbrauch: maximal, durchschnittlich und minimal.
  • Wichtig ist auch das dynamische Verbrauchsverhalten, also: wie groß sind die Verbrauchsänderungen bezogen auf Volumenstrom und Druck innerhalb einer Minute, Stunde oder eines Tages?
  • Welche Druckluftqualität wird benötigt?
  • Und: Arbeitet der Kunde im Einschicht- oder Mehrschicht-Betrieb?

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