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Die neue Kupplungs-Generation Die Zukunft der Trockenkupplung? So setzen Doppelkugelventile neue Maßstäbe im Umgang mit Chemikalien

| Autor/ Redakteur: David Morrow* / Dominik Stephan

Wer gefährliche Flüssigkeiten oder Chemikalien handhabt, stellt zu Recht höchste Ansprüche an die Ladesysteme und Kupplungen. Doch was muss bei der Auslegung solcher Systeme bedacht werden? Sind Federtellersystem-Kupplungen noch das Mittel der Wahl oder ist es Zeit, die Kupplungstechnologie neu zu bedenken?

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Die Trockenkupplungen der neuen Generation sind mit einem Doppelkugelventil versehen und leicht zu bedienen und anzuschließen.
Die Trockenkupplungen der neuen Generation sind mit einem Doppelkugelventil versehen und leicht zu bedienen und anzuschließen.
(Bild: © Lev/Fotolia.com, OPW [M] Frank)

Auf die Zahl von 26 987 Chemikalien-Vorfällen – vom Ölfilm in Gewässern bis zum Austritt von tausenden Litern Chemikalien 2015 in den USA – kommt die Datenbank „Spills and Accidents“ des National Response Center. Dabei waren in 42 % der Fälle Fahrzeuge involviert, 30 % fanden an einem bestimmten Ort statt und 11 % in der Nähe von Tanks oder Pipelines – zusammen entspricht das 83 %.

Betrachtet man die Ursachen, sind 24 % der Vorfälle auf Geräteausfälle zurückzuführen, während nur 7 % durch Bedienfehler und Unfälle beim Transport verursacht wurden. Das Wissen um die allgegenwärtige Leckagegefahr sorgt vermutlich für schlaflose Nächte bei den Verantwortlichen. Aufgrund der vielen Transferpunkte in der Chemikalienherstellung müssen Betreiber sicherstellen, dass die Geräte zum Flüssigkeitstransport sowie die eingesetzten Verladearme, Schläuche und Trennvorrichtungen höchste Qualitätsansprüche erfüllen.

Die Entwicklung derartiger Systeme ist ein komplexer Prozess, bei dem zahlreiche Varianten zu beachten sind und kein System dem anderen gleicht. Die verantwortlichen Firmen müssen eng mit ihren Kunden zusammenarbeiten, um ihre Lösungen auf die jeweiligen Bedürfnisse abzustimmen.

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Bei der Auswahl eines Verladesystems müssen einige betriebliche Überlegungen vorgenommen werden:

  • Erfolgt die Verladung von oben, unten oder der Seite?
  • Ist das System extremen Temperaturen oder Witterungen ausgesetzt? Welche Temperatur hat das Produkt?
  • Sind bestimmte Reinigungsmethoden nötig?
  • Welche Materialien sind mit den Produkten kompatibel?
  • Wie lang sind die Verladearme?
  • Werden Fahrzeuge aus verschiedenen Entfernungen beladen?
  • Welcher Durchfluss ist nötig?
  • Wird eine bestimmte Schweißtechnik benötigt (z.B. bei hygienischen Prozessen)?
  • Welcher Art ist die Tragstruktur? Hält diese schwere Verladearme aus?
  • Müssen in Bezug auf das Transportmedium spezielle Anforderungen erfüllt werden?
  • Ist das Verladesystem ergonomisch?

Selbst nach Berücksichtigung dieser Fragen sind weitere Schritte nötig. Viele der in der Chemie verwendeten Materialien sind flüchtig, gefährlich oder ätzend und müssen mit größtmöglichem Respekt behandelt werden. Dazu gehören Säuren und Lösungsmittel oder Substanzen wie Butadien, Xylol oder Toluol. Außerdem ist das Vermeiden von Leckagen von entscheidender Bedeutung, da diese zu gefährlichen Situationen, Produktionsausfällen und hohen Reinigungskosten führen können.

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